Historische Kriegerbund-Fahne von 1875 restauriert

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Die historische Kriegerbund-Fahne.
Die historische Kriegerbund-Fahne. (Foto: SZ- hi)

Die Gemeinde Untermarchtal hat die lange Zeit verschwundene, historische Fahne des seit dem Kriegsende aufgelösten „Kriegerbund-Verein von 1875“ restaurieren lassen. Die Fahne hat zugleich einen neuen Aufbewahrungsort in einem Schrank in der Gemeindehalle gefunden. Dort wird die Fahne – gesichert in einer Glasvitrine – aufbewahrt; zusammen mit der Vereinsfahne des Liederkranz Untermarchtal aus dem Jahre 1960. Inzwischen ist auch der Liederkranz Untermarchtal aufgelöst und somit sind zwei Fahnen nicht mehr bestehender Untermarchtaler Vereine geschichtlich-historische Zeugen der Vergangenheit.

Die Gemeinde Untermarchtal als Nachfolgebesitzer der Kriegerbund-Fahne entschloss sich zur fachmännischen Restaurierung und damit zur Erhaltung dieses Exemplars im Sinne der Gemeindegeschichte und ihrer Vereine. Die beauftragte Munderkinger Firma Fahnen- und Stickerei Burger erledigte den Auftrag zur Instandsetzung der Fahne für 551 Euro.

Württembergische Farben

Die in den württembergischen Farben schwarz-rote Kriegerbund-Fahne zeigt auf der Vorderseite die Inschrift „Kriegerbund Untermarchthal“ und das Gründungs- und Fahnenweihejahr 1875, fahnenmittig prangt das württembergische Königswappen mit dem Wahlspruch „Furchtlos und Treu“. Dieses Wappen galt als Staatswappen auf einem in zwei Felder geteilten Schild mit den Hirschgeweihstangen des Stammwappens von Württemberg links und mit den drei Löwen des Herzogtums Schwaben rechts. Auf dem Schild ist ein ritterlicher Helm und darüber die Krone abgebildet. Der Schild wird links von einem gekrönten, schwarzen Löwen und rechts von einem goldenen Hirsch vorgestellt.

Kaiserliche Fahnenfarbe

Die Rückseite stellt die kaiserliche Fahnenfarbe Schwarz-Weiß-Rot und mittig die Kriegsjahre 1870 (links) und 1871 (rechts) dar. Umrahmt von Eichen- und Lorbeerblatt geschmückt, steht in der Mitte die Inschrift „Gott war mit uns, ihm sei die Ehre“. In den Fahnenecken die kriegshistorischen Orte Sedan, Wörth, Villiers und Champignij.

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