Dachgeschoss im Kloster brennt: Großeinsatz für die Feuerwehr

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Einen Brand im Dachstuhl im Kloster Untermarchtal haben die Feuerwehren aus Untermarchtal, Obermarchtal und Munderkingen für ihre Übung angenommen. Besonderes Augenmerk galt der Wasserversorgung.

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Ein angenommener Dachgeschossbrand hat die Feuerwehren aus Unter- und Obermarchtal sowie Munderkingen und der Abteilung Reutlingendorf bei ihrer Übung am Montagabend am Mutterhaus des Klosters auf Trab gehalten. Neben der Menschenrettung stand vor allem eine stabile Wasserversorgung der Löschtrupps und die Koordination der vielen Helfer im Mittelpunkt der Übung.

Mit rund 65 Feuerwehrleuten mehreren Löschfahrzeugen und der Drehleiter rückten die Wehr nach Alarmierung auch recht zügig an. Mit von der Partie war an diesem Abend auch die Führungsgruppe aus Munderkingen. Während sich ein Teil der Helfer gleich darum kümmerte, die ersten Wasserschläuche zu verlegen und erste Brandbekämpfungsmaßnahmen einzuleiten, ging es für die Atemschutzträger ins Mutterhaus des Klosters. Dort suchten diese in verschiedenen Stockwerken nach vier vermissten Personen. Bei der Menschenrettung wurden sie mit der zwischenzeitlich positionierten Drehleiter aus Munderkingen unterstützt. Die Vermissten wurden von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr verkörpert.

Große Mengen an Löschwasser

Das Hauptaugenmerk an diesem Abend lag laut Untermarchtals Feuerwehrkommandanten Wolfgang Merkle auf dem Aufbau einer stabilen Wasserversorgung, da für die Löscharbeiten bei dem angenommenen Großbrand große Mengen an Löschwasser benötigt würden. „Wenn wir uns nur an das Hydrantennetz anschließen würden, würde das schnell in die Knie gehen. Deswegen haben wir Saugstellen an der Donau eingerichtet und pumpen das Wasser von dort zur Einsatzstelle“, so Merkle. Es sei von großem Vorteil, dass der Fluss direkt durch den Ort verlaufe. Denn, besonders für den Einsatz der Drehleiter, die den Brand von oben bekämpft, ist eine große Wassermenge nötig.

Die Feuerwehreinheiten teilten sich in mehrere Gruppen auf, die rund um den Brand agierten und auf mehreren Wegen Wasser förderten. „Im Erstfall würden wir möglicherweise noch eine zweite oder dritte Drehleiter anfordern und müssten weitere Saugstellen einrichten“, erklärte Merkle, der sich mit dem Ablauf zufrieden zeigte, da auch die Koordination der Einheiten gut geklappt hat. Da die Donau durch das anhaltend gute Wetter ohnehin weniger Wasser führe, sei jedoch durch die Übung aufgefallen, dass die Wehr gerade in Sachen Saugstellen nochmals nachbessern kann.

Zusammenspiel hat sehr gut geklappt

Rund eineinhalb Stunden waren die Feuerwehren vor Ort. Im Nachgang zur Übung trafen sich die Führungskräfte zu einer kurzen Nachbesprechung. „Das Zusammenspiel der Kameraden und mit den Verantwortlichen des Klosters hat wieder einmal sehr gut geklappt“, resümierte Merkle. Die Übungen, die zwei Mal pro Jahr, einmal im Kloster selbst und einmal am dazugehörigen Pflegeheim Maria Hilf stattfinden, seien sehr wichtig und der Kommandant sei dankbar, dass die Übungen an diesen Objekten ermöglicht würde.

Zum Abschluss der Übung hatte die Altersabteilung im Feuerwehrhaus ein Vesper vorbereitet.

Einen Brand im Dachstuhl im Kloster Untermarchtal haben die Feuerwehren aus Untermarchtal, Obermarchtal und Munderkingen für ihre Übung angenommen. Besonderes Augenmerk galt der Wasserversorgung.

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