130 Sänger beeindrucken in Vinzenzkirche

Lesedauer: 4 Min
Nach dem Chorwochenende haben die Sänger in Untermarchtal gezeigt, was sie gelernt hatten.
Nach dem Chorwochenende haben die Sänger in Untermarchtal gezeigt, was sie gelernt hatten. (Foto: Sz- hog)
Friedrich Hog

Kirchenmusik mit mehr als 130 Sängern sowie Orgel, E-Piano und Pauken ist am Sonntag in der Vinzenzkirche in Untermarchtal geboten gewesen. Wie jedes Mal, wenn der Chor vom im Kloster Untermarchtal stattfindenden Chorwochenende aus den Dekanaten Balingen, Rottweil und Tuttlingen-Spaichingen auftritt, war es für die Kirchenbesucher eine ganz besondere Messfeier.

Das 13. Chorwochenende „Cantate Domino“ fand von Freitag bis Sonntag im Kloster Untermarchtal statt. Besonderer Höhepunkt war die öffentliche Messe, bei der sich mehr als 130 Sänger in der Vinzenzkirche die Ehre gaben. Die vorgetragenen Stücke basierten auf dem neuen „Rottenburger Chorbuch zum Gotteslob“. Geleitet und begleitet wurde der Chor von den Dekanatskirchenmusikern Rudolf Hendel aus dem Dekanat Balingen, Peter Hirsch und Rudi Schäfer vom Dekanat Rottweil, sowie Georg Fehrenbacher und Bernard Sanders aus dem Dekanat Tuttlingen-Spaichingen.

Es war beeindruckend, als plötzlich die linke Hälfte der Kirche aufstand, und zur Orgel eilte. Dort fanden sich die Sänger, beseelt von ihrer Teilnahme am Chorwochenende, rasch zu einem funktionierenden Kirchenchor zusammen. Begleitet vom elektrischen Klavier erklang zunächst „Strahlen brechen viele“, GL 825 aus dem neuen Rottenburger Chorbuch. Im direkten Anschluss folgten die Kyrie aus der „Missa brevis“ von Bernard Sanders und „Gloria in excelsis Deo“. Nach der Lesung aus dem Buch Jesaja brachte der Chor den Antwortpsalm „Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt“. Der Lesung aus dem Ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde der Korinther folgte „Halleluja“, GL 175 aus dem Rottenburger Chorbuch.

Predigt zum Lukas-Evangelium

In seiner Predigt ging Pater Evodius auf das Evangelium nach Lukas, konkret auf Simon Petrus ein, und die Fischer, die in der Nacht nichts gefangen hatten. Auf Jesu Rat hin fuhren sie nach der erfolglosen Arbeit nochmals hinaus, und ihre Netze waren voll, denn Petrus hatte seine Schwäche erkannt, und war auf Gottes Willen eingegangen. Jesus wird hiernach zitiert mit den Worten „von jetzt an wirst Du Menschen fangen“, und Petrus wurde zum Apostel.

Mit vier Solistinnen und drei Solisten im Mittelpunkt setzte der Chor fort mit „Credo in unum Deum“. Wie sehr der Chor die Kirche mit seinen schönen Stimmen ausfüllt, wurde hier besonders deutlich. Nach den Fürbitten brachte der Chor zur Gabenbereitung „Alle Menschen höret“, GL 739 aus dem Rottenburger Chorbuch dar, gefolgt vom „Sanctus“ aus dem „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy, „Wir preisen Deinen Tod“, „O Du Lamm Gottes“ und zur Kommunion „Wie mein Gott will“. Dann sang der Chor das „Danklied“, und auch Pater Evodius dankte dem Chor mit den Worten „Sie haben sehr gut gesungen, und mit guten Stimmen unsere Kirche heute lebendig gemacht, die Atmosphäre war ganz anders“.

Mit dem Schlusslied „All shall be Amen“ von James Whitbourn endete diese für Untermarchtal ganz besondere Messfeier, zu verdanken dem Chorwochenende "Cantate Domino“ im Kloster.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen