Zweites Spiel, zweite Niederlage

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Holger Bachthaler haderte am Spielfeldrand wegen des Verlaufs der Partie. Sein SSV hat auch das zweite Saisonspiel verloren.
Holger Bachthaler haderte am Spielfeldrand wegen des Verlaufs der Partie. Sein SSV hat auch das zweite Saisonspiel verloren. (Foto: Horst Hörger)
jürs

Das war unnötig, das war vermeidbar, das war selbst verschuldet und am Ende auch verdient. Nach der 1:2 (0:0)-Heimniederlage gegen den SV Elversberg ist der Fehlstart des SSV Ulm 1846 Fußball in die neue Regionalligasaison perfekt. Dass die Elversberger keine Laufkundschaft sind und nicht gewillt waren, auch das dritte Spiel in Folge gegen den SSV 1846 zu verlieren, wurde am Samstag schnell deutlich. Ulms Torwart Christian Ortag konnte sich nicht über mangelnde Arbeit beschweren, mit einigen starken Aktionen verhinderte er zunächst einen höheren Sieg der Saarländer, wurde später aber zum tragischen Helden. Beim 1:2-Siegtor von Del Angelo Williams war er sich mit seinen Vorderleuten nicht einig und sah in der Aktion unglücklich aus (82.).

Ulm brauchte eine Weile, um in die Partie zu finden, hatte dann aber die größeren Spielanteile. Felix Higl scheiterte mit seinem Schuss an SV-Schlussmann Frank Lehmann (9.). Wesentlich mehr Gefahr im gegnerischen Strafraum strahlten trotzdem die Gäste aus. Nach einer Elversberger Ecke war erst Ortag mit einem Reflex zur Stelle, den Nachschuss von Luca Dürholtz konnte Thomas Geyer gerade noch von der eigenen Torlinie kratzen (32.). Fünf Minuten später verhinderte Lennart Stoll gegen zwei Gästeangreifer erst Schlimmeres, beim folgenden Eckball zeichnete sich erneut Christian Ortag mit einer Glanztat aus. Kurz vor der Pause konnte Ardian Morina von Lehmann nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Elfer, getreten von Burak Coban, lenkte Lehmann an den eigenen Innenpfosten (43.). Der Schuss von Coban war ein Stück weit auch das Spiegelbild von dessen Leistung mit Luft nach oben. Gleich darauf gab es erneut eine knifflige Aktion im Strafraum der Gäste, eine Pfiff des Unparteiischen blieb diesmal aber aus.

Nach dem Seitenwechsel kam der SV Elversberg wacher aus der Kabine, blieb in seiner Chancenverwertung aber inkonsequent. Auf der anderen Seite hatte Higl mit einem Schuss an den Außenpfosten Pech (51.). Nicht ganz eine Stunde war gespielt, als es erneut Diskussionen gab. Nach einer Flanke von Lennart Stoll forderten die Ulmer einen Handelfmeter, auch hier ließ Schiedsrichter Patrick Glaser weiterspielen (58.). Die Führung der Gäste lag trotz der beiden Ulmer Aktionen in der Luft und schließlich köpfte Patryk Dragon zum 1:0 (65.). Nun agierten die Ulmer phasenweise wie das Kaninchen vor der Schlange. Der 1:1-Ausgleich war eine der wenigen gelungenen Offensivaktionen der Spatzen. Burak Coban wurde von Morina wunderbar bedient und hatte keine Mühe mehr aus kurzer Distanz zu vollenden (77.). Lange durften sich Coban und Co. jedoch nicht freuen, denn beim 2:1 der Elversberger durch Del Angelo Williams stellten sich die Defensive und Ortag zu tollpatschig an.

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