Zum Barbaratag ehren Tunnelbauer ihre Schutzpatronin

Lesedauer: 2 Min
Die Heilige Barbara
Die Schutzpatronin der Bergleute, die Heilige Barbara, ist in einem Erkundungsbergwerk als Statue zu sehen. (Foto: Philipp Schulze / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Unter der Erde lebt das Brauchtum auf - zum Barbaratag wollen Tunnelbauer ihre Schutzpatronin mit Gottesdienst und Fest im Tunnel ehren. Die Feierlichkeiten heute werden in einem rund 18 Meter hohen Gewölbe stattfinden, wie eine irdische Vertreterin Barbaras, Tunnelpatin Esther Müllerschön, sagt. Auch sie wird dazu in den Tunnel bei Wendlingen (Landkreis Esslingen) kommen, durch den einmal Züge auf der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm fahren.

„Die Tradition ist für viele wichtig“, sagt Patin Müllerschön, die während der Bauarbeiten alle paar Wochen mit selbstgebackenem Kuchen bei den Arbeitern vorbeischaute. In einer kleinen Nische im Tunnel stehe eine Barbarastatue, „sehr Gläubige gehen bei jedem Schichtbeginn vorbei und bekreuzigen sich.“

Müllerschön ist Patin eines kurzen Teilabschnitt des Albvorlandtunnels, der mit Baggern und Meißeln gefertigt worden war. Zusammen mit Stuttgart 21 soll die für Tempo 250 ausgelegte neue Strecke die Reisezeiten verkürzen.

Auch manche Nicht-Tunnelbauer haben zum Gedenktag der Heiligen Barbara einen Brauch: Sie schneiden Zweige von Obstbäumen und hoffen, dass sie in einer 20 Tage später, an Heiligabend, blühen. Für Christen symbolisieren die Barbara-Zweige neues Leben und die Geburt Jesu.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen