Zoll-Prüfer decken Steuerschäden in Millionenhöhe auf

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 Bei zwei auf der Schwäbischen Alb ansässigen Unternehmen wurden nicht gezahlte Zölle und Steuern festgestellt.
Bei zwei auf der Schwäbischen Alb ansässigen Unternehmen wurden nicht gezahlte Zölle und Steuern festgestellt. (Foto: Zoll)
Schwäbische Zeitung

Zollbeamte haben bei Betriebsprüfungen von zwei auf der Schwäbischen Alb ansässigen Unternehmen nicht gezahlte Zölle und Steuern von knapp zwei Millionen Euro festgestellt.

Kontrolliert wurde unter anderem ein Alkohollieferant. Hier wurde festgestellt, dass unberechtigterweise steuerfrei zum Beispiel an Apotheken geliefert wurde und auf den Rechnungen die entsprechenden Vermerke fehlten.

Unternehmen muss eine Million Euro nachzahlen

Die bisherigen Auswertungen ergaben nach Angaben des Hauptzollamts Ulm einen Steuerschaden von rund einer Million Euro, die der Unternehmer jetzt nachzahlen muss. Die weiteren Ermittlungen im Rahmen eines Bußgeldverfahrens dauern an.

 Bei zwei auf der Schwäbischen Alb ansässigen Unternehmen wurden nicht gezahlte Zölle und Steuern festgestellt.
Bei zwei auf der Schwäbischen Alb ansässigen Unternehmen wurden nicht gezahlte Zölle und Steuern festgestellt. (Foto: Zoll)

In einem zweiten Fall fanden die Zoll-Prüfer erhebliche Mängel bei den Importverzollungen einer Firma, die mit chemischen Produkten handelt.

Warenwerte falsch angegeben

Bei der aufwändigen Überprüfung von insgesamt rund 460.000 Anmeldepositionen wurde festgestellt, dass zum Teil Warenwerte falsch angegeben waren oder Ursprungsnachweise nicht anerkannt werden konnten. Eine große Anzahl chemischer Produkte wurde außerdem als zollfrei deklariert, obwohl dies nicht möglich war.

Das Unternehmen muss nun mit einer Nachzahlung von 850.000 Euro rechnen. Auch hier dauern die Ermittlungen an.

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