Ziemlich sicher im Bundestag: Ulmer Marcel Emmerich freut sich

Marcel Emmerich beim digitalen Parteitag der Grünen. Nur die Bewerber waren nur für ihre Rede vor Ort (alle getestet, mit Masken
Marcel Emmerich beim digitalen Parteitag der Grünen. Nur die Bewerber waren nur für ihre Rede vor Ort (alle getestet, mit Masken und Abstand), die Delegierten haben von zu Hause aus abgestimmt. (Foto: Florian Freundt)
Schwäbische Zeitung

Am Wochenende haben Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg ihre Landesliste zur Bundestagswahl gewählt. Der Bundestagskandidat für Ulm und den Alb-Donau-Kreis, Marcel Emmerich, wurde dabei auf Platz zwölf gewählt. Aktuell rechnet die Partei damit, dass 30 Mandate möglich sind.

„Bin sehr optimistisch“

Damit hat der 29-Jährige aus Ulm, der dort Kreisvorsitzender seiner Partei ist, laut eigenen Angaben „beste Chancen“, im nächsten Bundestag vertreten zu sein. „Ich freue mich über den Rückenwind und bin sehr optimistisch, aber das letzte Wort haben die Wählerinnen und Wähler im September“, erklärt Emmerich.

Im ersten Wahlgang lag er noch mit 101:101 Stimmen gleichauf mit dem amtierenden Bundestagsabgeordneten aus Lörrach Gerhard Zickenheiner. Im zweiten Wahlgang konnte Emmerich es dann mit 104:96 Stimmen für sich entscheiden.

„Demokratie jeden Tag aufs Neue verteidigen“

In seiner Bewerbungsrede hat Emmerich deutlich gemacht, dass er bei den Grünen eingetreten sei, um die Klimakrise zu bekämpfen. Dafür brauche es viel mehr Anstrengungen. Außerdem setzt sich Marcel Emmerich für Bürgerrechte ein. Wenn der Einzug gelingt, möchte er in den Innenausschuss. „Wir müssen Beteiligungsinstrumente fördern und politische Bildung stärken und unsere Demokratie jeden Tag aufs Neue verteidigen“, machte er deutlich.

Er ergänzt: „Wer sich mit der Demokratie anlegt, muss ihre Wehrhaftigkeit zu spüren bekommen“, so Emmerich. Dafür brauche es zum einen ein Demokratiefördergesetz, um gesellschaftliche Initiativen finanziell verlässlich zu unterstützen. Zum anderen müsste die Analysefähigkeit der Sicherheitsbehörden für rechtsradikale Netzwerke verbessert werden, so Emmerich.

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