Wovon junge Frauen träumen

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Das Stück „Sehnsüchte eines Fräuleins“ feiert am 12. Oktober Premiere.
Das Stück „Sehnsüchte eines Fräuleins“ feiert am 12. Oktober Premiere. (Foto: OH)
Schwäbische Zeitung

Weitere Vorstellungen sind am Mittwoch, 17. Oktober, ebenfalls um 20 Uhr im Theater in der Bastion sowie am 19. und 20. Dezember im Roxy Ulm im Rahmen des Formates „Labor 1/12“.

Was bedeutet es im Jahr 2018, eine junge Frau zu sein? Was bewegt Frauen Mitte zwanzig, Anfang dreißig - und was sind ihre Ängste, Hoffnungen und Sehnsüchte? Diese Fragen versuchen vier junge Künstlerinnen aus Ulm in ihrem Stück „Sehnsüchte eines Fräuleins“ zu beantworten. Premiere ist am Freitag, 12. Oktober, um 20 Uhr im Theater in der Bastion Ulm.

Der Abend ist untergliedert in vier Themenblöcke: was Frauen wollen, müssen, fühlen und machen. „Wir setzen uns dabei mit Klischees auseinander, wie etwa eine Frau zu sein hat, geben aber auch preis, was wir uns insgeheim wünschen“, erklärt Jana Herlemann, eine der Mitwirkenden. Jede macht das auf ihre ganz eigene Art und Weise.

Maria Winter etwa wird Geschichten von mutigen Frauen erzählen. Die 32-Jährige glaubt, dass Bilder aus phantasievollen Welten ein Spiegel für uns sein können. Im Moment arbeitet sie bei der Theaterpädagogik am Schauspiel Stuttgart. Darüber hinaus wirkt sie als Theaterpädagogin und Erzählerin bei Projekten an unterschiedlichen Grundschulen, bei Festivals und anderen Institutionen mit. Neben der Theaterarbeit hat Maria Winter im Erzählen von Geschichten eine andere Art gefunden, der Welt mit der Kraft des Vorstellungsvermögens zu begegnen und sie mit Phantasie zu bezaubern. Als Erzählerin ist sie Mitglied im Verband der Erzählerinnen und Erzähler e.V. und Ars Narrandi e.V..

Jana Herlemann singt, seit sie denken kann, leidenschaftlich gern. Egal ob laut oder leise, melancholisch oder mit Pepp. Von 2015 bis 2017 war sie Mitglied im Ulmer a-cappella-Popchor Choriosity. Im vergangenen Jahr trat sie mit Maria Winter in Stuttgart im Weltcafé auf. In ihrer Freizeit singt sie regelmäßig auf Jam-Sessions und lernt Gitarre, um sich ihren Traum zu ermöglichen, Straßenmusik zu machen. Die 25-Jährige arbeitet als Psychologin.

Die 25-jährige Laura Winter schreibt Geschichten, seit sie zehn Jahre alt ist. Ihre Leidenschaft ist, neue Blickwinkel auf altbekannte Themen zu finden und dabei möglichst authentisch zu bleiben. Am meisten macht es ihr Spaß, von Lesern zu hören: „Das bin sowas von Ich“. Zum Poetry Slam kam sie aus reiner Neugierde. Ihre Texte sammelt sie in ihrem Blog „Gedankenmaschine“ (laurineblom.wordpress.com). Vor Kurzem beendete Laura Winter ihr Medizinstudium in Ulm und arbeitet als Ärztin. Für den Arztberuf hat sie sich aus tiefem Interesse und heller Begeisterung entschieden, und weil er – im Zweifelsfall halbtags ausgeübt – eine erfolglose Literatenkarriere kompensieren kann.

Durch Musik verschiedene Menschen zusammenbringen

Katja Wessinger liebt es, Menschen mit Musik zusammenzubringen – frei nach dem Motto, wo Musik ist, da sind auch Menschen. Dafür setzt sie sich ans Klavier, wo auch immer eines rumsteht: Egal ob in Frankreich an einem verregneten Sonntagabend zum spontanen Liedermachen mit der Austauschpartnerin oder am Flughafen, um die Wartezeit zu überbrücken und in ein paar glückliche Gesichter schauen zu können. Außerdem ist die 26-Jährige gerne unterwegs und hat die Erfahrung gemacht, dass man sich mit Musik verstehen kann, auch wenn man die Sprache des anderen nicht spricht.

Weitere Vorstellungen sind am Mittwoch, 17. Oktober, ebenfalls um 20 Uhr im Theater in der Bastion sowie am 19. und 20. Dezember im Roxy Ulm im Rahmen des Formates „Labor 1/12“.

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