Wie umgehen mit Hasskriminalität und Diskriminierung?

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 Janine Dieckmann vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ, Jena).
Janine Dieckmann vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ, Jena). (Foto: Veranstalter)
Schwäbische Zeitung

Janine Dieckmann vom Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ, Jena) spricht am Donnerstag, 16. Januar, im Forum der Volksbank Ulm-Biberach (Olgaplatz 1, Ulm) über Hasskriminalität und Diskriminierung und den Umgang damit. Der Eintritt ist frei, der Vortrag geht von 18.30 bis 20 Uhr.

In der Einladung heißt es: „Das Attentat im OEZ München im Juli 2016 und der versuchte Anschlag auf die Synagoge in Halle im Oktober 2019 führen uns vor Augen, wie dringlich die Auseinandersetzung mit Hasskriminalität in Deutschland ist. Durch zunehmende Normalisierung in politischen und medialen Diskursen erhalten rechtsradikale Positionen und Angriffe in unserer Gesellschaft Aufwind.“

Nicht zuletzt aufgrund dieser gesellschaftlichen Entwicklungen sei es von hoher Bedeutung, antidemokratische und gruppenbezogen menschenfeindliche Phänomene wie Diskriminierung und Hasskriminalität genauer zu untersuchen, sichtbar zu machen und Gegenmaßnahmen zu etablieren. Ein erster Schritt dafür sei es, für die individuellen und gesellschaftlichen Auswirkungen von Diskriminierungserfahrungen und Erfahrungen mit Hasskriminalität zu sensibilisieren.

Auf Grundlage der Ergebnisse einer Studie des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft zeige Janine Dieckmann auf, dass das Erleben von Ausgrenzung auf individueller, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene nicht nur Konsequenzen für direkt Betroffene hat, sondern auch für ihre Community, die gesamte gesellschaftlich marginalisierte Gruppe und das Zusammenleben der Gesamtgesellschaft.

Ausgehend von der Universalität der Menschenrechte verdeutliche Dieckmann, dass diese nicht erst durch physische Angriffe und strafrechtlich relevante Übergriffe eingeschränkt werden, sondern auch unterhalb dieser Schwelle durch – öffentlich weniger sichtbare – diskriminierende Strukturen und Handlungen verletzt werden.

Im Vortrag werde die Bedeutung von Antidiskriminierungsarbeit und von Maßnahmen gegen Hasskriminalität für die Menschenrechtsbildung und -arbeit hervorgehoben.

Veranstalter: Stiftung Menschenrechtsbildung in Zusammenarbeit mit dem Bündnis Menschenrechtsbildung e.V., Amnesty International Ulm/Neu-Ulm, Förderverein des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm e.V.

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