Wie geht es weiter in Neu-Ulm? So bereitet sich die CSU auf die Zeit nach Noerenberg vor

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 Nach der für viele zu diesem Zeitpunkt überraschenden Entscheidung des Neu-Ulmer OBs Gerold Noerenberg, bei der Wahl 2020 nicht
Nach der für viele zu diesem Zeitpunkt überraschenden Entscheidung des Neu-Ulmer OBs Gerold Noerenberg, bei der Wahl 2020 nicht mehr zu kandidieren, werden nun die Weichen in Richtung Zukunft gestellt. (Foto: Alexander Kaya)
Roland Hinzpeter

Nach der für viele zu diesem Zeitpunkt überraschenden Entscheidung von Gerold Noerenberg, bei der Kommunalwahl nicht mehr für den Posten des Oberbürgermeister zu kandidieren, werden nun die Weichen in Richtung Zukunft gestellt.

Die CSU will bei einem Treffen ihres Wahlkampfteams am 3. Juni festlegen, wie sie sich für die Kommunalwahl aufstellt. Das erklärte auf Nachfrage der CSU-Fraktionsvorsitzende Johannes Stingl. „Dabei werden wir besprechen, wie wir das Thema anpacken.“

Dass Noerenberg nicht mehr antreten will, überrascht Stingl nicht, wie er sagt, das sei ja kein neues Thema. Er respektiere die Entscheidung seines Parteifreundes, das Amt sei ja schließlich ein Knochenjob. Da könne man schon verstehen, wenn jemand im Alter von 62 Jahren überlegt, ob er das noch eine ganze Amtszeit lang machen wolle.

Zeitpunkt gut gewählt

Was den Zeitpunkt von Noerenbergs Entscheidung betrifft, so sei es deutlich besser, dass sie jetzt gefallen ist, und nicht erst im Oktober. „So können wir alles gut vorbereiten“, erklärt Stingl. Zu Nachfolgekandidaten wollte er sich nicht äußern. Noerenberg sei ein erfolgreicher OB, der sie Stadt nach vorne gebracht habe. „Neu-Ulm steht sehr sehr gut da. Die Leistungsbilanz stimmt.“

Der CSU-Kreisvorsitzende Thorsten Freudenberger, dessen Verhältnis zum Neu-Ulmer OB in den vergangenen Monaten arg gelitten hatte, meint ebenfalls, die Entscheidung sei zu respektieren. Die schwierige Nuxit-Debatte dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, „dass wir in den rund 25 Jahren, die wir uns kennen, sehr lange eng und gut zusammengearbeitet haben.“ Unter Noerenberg habe sich Neu-Ulm dynamisch entwickelt. „Das ist etwas, das bleibt, auch wenn die Amtszeit endet.“

Es ehrt mich, dass man mir das zutraut

Katrin Albsteiger

Somit kann die Suche nach geeigneten Kandidaten für den Posten des Neu-Ulmer Oberbürgermeisters beginnen. Ein Name, der immer wieder genannt wird: Katrin Albsteiger. Sie selbst ist schon darauf angesprochen worden, ob sie eine Kandidatur anstrebt. „Es ehrt mich, dass man mir das zutraut“, sagt sie. Allerdings möchte sie sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht äußern. Es werde in den nächsten Tagen und Wochen noch viele Gespräche zu diesem Thema geben. Sicher sei nur: Die CSU werde mit einem eigenen Kandidaten oder einer Kandidatin ins Rennen gehen.

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