Wertvolle Standort-Bestimmung für Ulmer Leichtathleten

Bundestrainer Christopher Hallmann ist mit den Leistungen von Mathias Brugger (rechts) in Frankfurt zufrieden.
Bundestrainer Christopher Hallmann ist mit den Leistungen von Mathias Brugger (rechts) in Frankfurt zufrieden. (Foto: Manuel Eitel)
Schwäbische Zeitung

Die SSV-Zehnkämpfer Mathias Brugger und Tim Nowak sind am Sonntag in Frankfurt mit einem ersten Test-Wettkampf in die Freiluft-Saison eingestiegen. Im Rahmen eines Vierkampfes absolvierten beide drei Disziplinen – mit Resultaten, die sowohl Anlass für Optimismus als auch wichtige Erkenntnisse für die Vorbereitung auf den ersten Zehnkampf mit sich brachten.

Dass Tim Nowak gleich zum Auftakt über die 110 Meter Hürden drei Hürden mitnahm und sich dann nur noch in 16,05 Sekunden ins Ziel retten konnte, bremste den 25-Jährigen nur kurzzeitig aus: Mit 46,60 Metern im Diskuswurf und 7,32 Metern im Weitsprung zeigte er, dass die Form stimmt. Zu seinen Bestmarken von 47,27 und 7,33 Metern fehlte dem WM-Zehnten von 2019 nicht viel. „Das war ein schönes Ergebnis im Diskuswurf, und im Weitsprung hat es im Wettkampf sogar deutlich besser geklappt als zuletzt im Training, wo man bisher nur das Potenzial für weite Sprünge sehen konnte“, freute sich Heim- und Bundestrainer Christopher Hallmann.

Mathias Brugger war über die Hürden nach 14,85 Sekunden im Ziel. Zwar ist er schon deutlich schneller gerannt, dennoch deutete sich nach überstandener Wadenverletzung an, dass die Spritzigkeit rechtzeitig wieder zurückkommt. Im Weitsprung galt es, eine verbesserte Absprunggestaltung auch in Weite umzumünzen. Doch Mathias Brugger trat zweimal knapp und einmal deutlich über. „Das war ärgerlich“, stellte Christopher Hallmann fest. „Wir wollten da prozessorientiert rangehen und die Fortschritte überprüfen, jetzt haben wir leider kein Feedback in Form einer gemessenen Weite.“ Dafür gab’s im Diskuswurf mit 43,37 Metern ein Resultat, das zugleich ordentlich und ausbaufähig war: „Das hat sich im Training und auch beim Einwerfen noch besser angedeutet.“

Die Erkenntnisse aus diesem Test-Wettkampf nehmen beide Zehnkämpfer mit zur nächsten Standort-Bestimmung: Am 15. Mai steht in Neuwied bei Koblenz ein weiterer Vierkampf an, bevor es am 29./30. Mai in Götzis (Österreich) im Zehnkampf ernst wird. Das Meeting in Vorarlberg bietet die erste von drei Qualifikationsmöglichkeiten für die Olympischen Spiele in Tokio. Das zweite folgt am 5./6. Juni in Bernhausen bei Stuttgart, das dritte am 19./20. Juni in Ratingen in der Nähe von Düsseldorf. Spätestens dann sollen alle Puzzleteile perfekt zusammenpassen.

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