Wenn die Kultusministerin im Unterricht vorbei schaut

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 Mathias Auch (li.) von der Ulmer Agentur für Arbeit begleitete Susanne Eisenmann (vorne, Zweite von rechts).
Mathias Auch (li.) von der Ulmer Agentur für Arbeit begleitete Susanne Eisenmann (vorne, Zweite von rechts). (Foto: Arbeitsagentur)
Schwäbische Zeitung

Susanne Eisenmann, Landesministerin für Kultus, Jugend und Sport, hat eine neunte Klasse am Ulmer Kepler-Gymnasium besucht. Ihnen wurde laut Mitteilung vor Augen geführt, wie an weiterführenden Schulen in Kooperation mit den örtlichen Arbeitsagenturen verbindliche und individuelle Berufliche Orientierung auf dem Stundenplan steht.

Je nach Schulart sei dies bereits ab Klassenstufe 8 der Fall. Daduch würden sich für Schüler die Möglichkeit eröffnen, „ein breites Spektrum an Berufen“ kennenzulernen und erste Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln. Ziel sei „ein gelingender Übergang von der Schule in den Beruf“. Eng arbeiteten deshalb die Agenturen für Arbeit mit den Schulen zusammen. Wie eine solche Veranstaltung in der Praxis aussehen kann, davon machte sich beim Besuch Eisenmanns auch Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, ein Bild.

Es stand eine Sequenz zur „handlungsorientierten Beruflichen Orientierung“ auf dem Stundenplan, die in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Ulm durchgeführt wurde. Handlungsorientiert bedeute, dass Schüler aktiv in den Unterricht eingebunden werden, der durch Tandems aus Berufsberatung und Lehrerschaft gehalten wird. Berufliche Orientierung werde an allen weiterführenden Schularten in Baden-Württemberg angeboten.

Susanne Eisenmann: „Bei den vielen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten, die heute zur Auswahl stehen, ist es für die Jugendlichen nicht leicht, sich für einen Weg zu entscheiden. Deshalb haben wir die berufliche Orientierung in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt. So arbeiten wir intensiv mit den Arbeitsagenturen zusammen, um die jungen Menschen frühzeitig, praxisnah und kontinuierlich zu unterstützen.“

Karin Weidner-Reuter, Schulleiterin des Kepler-Gymnasiums, fand: „Für die Schüler ist es für ihre eigene spätere Berufswahl wichtig, sich über die verschiedenen Möglichkeiten an Berufswegen zu informieren . Durch die Kooperation unseres Gymnasiums mit verschiedenen Bildungspartnern und der guten Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit schaffen wir es, unseren Gymnasiasten außer einem Universitätsstudium auch alternative Einblicke in Ausbildungsberufe, Studiengänge an Fachhochschulen, pädagogischen Hochschulen und der Dualen Hochschule zu geben.“

Und Mathias Auch von der Agentur für Arbeit Ulm hob hervor, dass der Übergang von der Schule in den Beruf „über eine bewusste Entscheidung“ gelingen solle. Um diese zu ermöglichen, müssten Schüler die Gelegenheit haben, sich mit all ihren Optionen auseinanderzusetzen.

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