Wechsel in der Glacis-Galerie: Ochsner Sport ist jetzt Sport Sperk

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 Die Ex-Ochsner-Filiale eröffnete Anfang April unter Sport Sperk + Sport Sperk Marken-Outlet neu.
Die Ex-Ochsner-Filiale eröffnete Anfang April unter Sport Sperk + Sport Sperk Marken-Outlet neu. (Foto: Alexander Kaya)
Oliver Helmstädter

Die Schilder sind ausgetauscht: Statt Ochsner Sport steht jetzt Sport Sperk an den Türen des Geschäfts in der Glacis-Galerie. Ochsner, der führende Schweizer Sportfachhändler, eröffnete im März 2015 in Neu-Ulm die bundesweit erste Filiale. Vier Jahre später ziehen sich die Schweizer, die zum deutschen Schuhriesen Deichmann gehören, wieder aus der Bundesrepublik zurück.

Ochsner Sport werde sich nach Auskunft der Deichman-Gruppe als Marktführer in der Schweiz auf seinen Heimatmarkt konzentrieren, sämtliche zehn Verkaufsstellen in Deutschland werden nun von der Tochterfirma Sport Sperk bewirtschaftet.

Bundesweit 13 Filialen

Die Firma Sport Sperk wurde im Jahr 1970 gegründet. Nach beschaulichen Anfängen mit dem damaligen Stammhaus auf der Rosenheimer Landstraße in Ottobrunn wuchs das Unternehmen zu einem der großen deutschen Sporteinzelhändler mit bundesweit 13 Filialen. Deichmann wolle im Sportbereich in Deutschland nur noch mit einem Namen auftreten, deswegen sei die Umstellung erfolgt.

Auf einer Verkaufsfläche von gut 1200 Quadratmetern in der Glacis-Galerie wurde das Sortiment neu sortiert. In der oberen Etage liegt der Fokus auf Markenware und vielerlei Sport- und Outdoorschuhen. Im Erdgeschoss bietet Sperk ein „Marken Outlet“ mit dauerhaft reduzierten 10.000 Artikeln.

Mitarbeiter übernommen

Sämtliche Mitarbeiter seien übernommen worden und es habe zwei Neueinstellungen gegeben. Mit der Kundenfrequenz im hinteren Teil des Centers ist die Deichmann-Gruppe nach eigenen Angaben nicht zufrieden. Die Umsätze lägen „in den angepassten Erwartungen“ seit der Eröffnung auf einem ähnlichen Niveau.

Nicht nur der Sportartikelmarkt sei im Laufe der Jahre schwieriger geworden, der komplette stationäre Einzelhandel stehe großen Herausforderungen gegenüber. Die Deichmann-Gruppe merke aber, dass insbesondere an den Standorten, mit einer hohen Stammkundschaft der Konzern nicht an Umsatz verliere. Das neue Konzept in Neu-Ulm sei in den ersten Tagen sehr gut angenommen worden.

Wir stehen in Verhandlungen mit potenziellen Mietern.

Centermanager Tim Keller

Die Eröffnung von zwei Decathlon-Filialen in der Umgebung hat nach Deichmann-Einschätzung aber keine Auswirkungen auf die Umsätze in Neu-Ulm.

Aufmerksam beobachten dürfte Deichmann die Entwicklung des Nachbarn: Wie berichtet läuft bei K&L Ruppert das Insolvenzverfahren. Die Filiale mit 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche neben Sport-Sperk wird Ende des Monats geschlossen, was die Anziehungskraft dieses Teils des Einkaufscenters weiter senken dürfte. „Wir stehen in Verhandlungen mit potenziellen Mietern“, sagt Centermanager Tim Keller. Durch die Insolvenz von K&L Ruppert gestalte sich der Übergang zwar etwas holpriger, doch Keller ist zuversichtlich bald einen zugkräftigen Nachmieter zu finden.

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