Wechsel an der Spitze der Vh Ulm

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 Dagmar Engels
Dagmar Engels (Foto: Brücken)
Schwäbische Zeitung

Mehr als ein Vierteljahrhundert lang hat Dagmar Engels die Volkshochschule (Vh) Ulm geleitet. Mit einem Festakt wurde sie nun verabschiedet – aber nicht in der „guten Stube“, dem Club Orange der Vh, sondern im benachbarten Kornhaus. Hätte doch die große Zahl der Gäste den Rahmen dort gesprengt.

Die erste Begegnung mit dem Einsteinhaus, dem Sitz der Vh, sei wie Liebe auf den ersten Blick gewesen, hatte Engels im Gespräch bei anderem Anlass erzählt: „Als ich zum Bewerbungsgespräch vor 27 Jahren auf die Vh zuging und den Schriftzug Einsteinhaus gelesen habe, wusste ich, dass ich da arbeiten will.“ Die Bilanz der gebürtigen Düsseldorferin lässt sich sehen: Die Vh hatte zum Amtsantritt von Engels 25 Mitarbeiter und jährlich 25 000 Unterrichtseinheiten, heute sind es doppelt so viele Mitarbeiter und rund 71 000 Unterrichtseinheiten. Schon in den frühen 90er-Jahren wurde unter ihrer Leitung ein Computerkurs im Einsteinhaus angeboten. Weitere innovative Programme folgten. Jüngst wurden im Dreigiebelhaus am Kornhausplatz zusätzliche Räume eingeweiht. Ein neuer Kunstraum bietet die Möglichkeit, das Themengebiet des künstlerischen Gestaltens auszuweiten. Vergrößert wurde auch der boomende Bereich der Fotografie.

Als „rastlos, kreativ und effektiv wie eine sparsame schwäbische Hausfrau mit Düsseldorfer Migrationshintergrund“ beschrieb Götz Maier, stellvertretender Vorsitzende der Vh-Mitgliederversammlung, Dagmar Engels. Dank ihrer Führung habe das Einsteinhaus die Krise vor zwölf Jahren gut überstanden; damals drohte die Insolvenz. Doch die Stadt kaufte die Immobilie am Kornhausplatz und ließ das Gebäude umfassend sanieren. Nachfolger von Engels wird Christoph Hantel; der 47-Jährige wurde mit großer Mehrheit von der Mitgliederversammlung zum Leiter gewählt.

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