Volksbank Ulm-Biberach: Enorme Herausforderungen in unruhigen Zeiten

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 Neben dem Rechenschaftsbericht standen auch wieder Auszeichnungen für soziales Engagement im Mittelpunkt des Volksbankforums (v
Neben dem Rechenschaftsbericht standen auch wieder Auszeichnungen für soziales Engagement im Mittelpunkt des Volksbankforums (v. l.): Stefan Hell, Heinrich Gils, Andreas Minst, Christian Jeggle, Norbert Zeidler, Alexander Schulze (neues Vorstandsmitglied), Peter Weggenmann und Josef Schneiderhan. (Foto: Anne-Marie Lange)
Helmut Lange

Beim Volksbankforum der Volksbank Ulm-Biberach haben Vorstandsmitglied Stefan Hell sowie die Regionaldirektoren Josef Schneiderhan und Peter Weggenmannvor vor mehr als 700 geladenen Gästen in der Biberacher Stadthalle Rechenschaft über das Jahr 2018 abgelegt und bereits auf 2019 geblickt. Außerdem wurden wieder Menschen aus der Region ausgezeichnet, die sich sozial engagieren.

Stefan Hell skizzierte die großen Herausforderungen, die durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und die weltweiten politischen und konjunkturellen Unsicherheiten auf die Bank einwirken. „Wir befinden uns in einem Wirtschaftskrieg, deshalb muss Europa zusammenhalten.“ Trotz dieser eher negativen Prämissen hat es die Bank geschafft, wieder ein solides Ergebnis im vergangenen Jahr zu erwirtschaften. Auch für 2019 sei er zuversichtlich.

Wolfgang Schneiderhan zeigte die Entwicklungen der Gesamtbank und die der Regionaldirektion Biberach auf. „Einem soliden Zuwachs bei den Krediten steht erneut ein rückläufiger Zinsüberschuss gegenüber, der in der anhaltenden Null- und Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank begründet liegt. Die insgesamt gute Entwicklung spiegelt sich auch in der vorläufigen Bilanzsumme wider. Diese hat sich im vergangenen Jahr um 46 Millionen Euro auf 2,759 Milliarden Euro erhöht“, so Schneiderhan. Der Regionaldirektor weiter: „Wir freuen uns über die erneut stabile Entwicklung unseres Hauses und danken für die gute Zusammenarbeit mit den 130 000 Kunden und den 75 000 Mitgliedern, die eine starke Gemeinschaft bilden.“

Das soziale Engagement der Volksbank hat Tradition, es ist ein integraler Bestandteil des Wertekanons der Bank. Die Tradition der Spendenübergabe wurde auch an diesem Abend fortgesetzt. Peter Weggenmann überreichte einen Spendenscheck in Höhe von 1250 Euro an die Diakonie Biberach zur Unterstützung der nächsten Messe aktiv50 plus. Auch die Mitglieder des Musikvereins Stafflangen freuten sich über 500 Euro für das Doppelkonzert der Jugendkapellen Young Harmony und der Federsee Five im verganenen Sommer. Weggenmann sagte:„Durch die rege Teilnahme unserer Kunden an diesem Gewinnsparen wird es uns erst ermöglicht, dass wir zahlreichen Vereinen und sozialen Einrichtungen in unserer Region diese Unterstützungen zukommen lassen können.“ Das Spendenvolumen der Volksbank in der Region Biberach betrage in diesem Jahr schon fast 100 000 Euro, so der Regionaldirektor.

Als Gastredner war der Wetterexperte Roland Roth von der Wetterwarte Süd eingeladen, der zum Thema Klimawandel kenntnisreich und lebendig erzählte. Roth führte aus, dass es nun wohl keine Möglichkeiten mehr gebe, den Klimawandel, der von den Menschen gemacht und nun auch in Oberschwaben und in Biberach angekommen sei, zu leugnen. „Wir sollten mehr mit dem Fahrrad fahren als mit dem Auto“, war sein Credo, für das er viel Beifall erhielt.

Oberbürgermeister Norbert Zeidler überbrachte die Grußworte der Stadt Biberach. Er betonte, dass die Stärke der Bank, die Nähe, die Präsenz und das Verwurzeltsein in der Region wichtige Faktoren und Werte für das Gemeinwohl seien. Der Musikverein Rißegg/Rindenmoos hatte den Abend schwungvoll eröffnet und erfreute die Besucher insbesondere mit dem Südtirol-Lied.

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