Visionen für die Uni Ulm, die Medizin und die Technologie der Zukunft

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Schwäbische Zeitung

Die neue Auflage der Vortragsreihe der Ulmer Universitätsgesellschaft (UUG) wagt den Blick in die Zukunft. Passend zum Leitthema „Visionen“ widmen sich die drei allgemeinverständlichen Vorträge ganz den Perspektiven der Universität, medizinischen Entwicklungen und Zukunftstechnologien wie dem automatisierten Fahren oder der Service-Robotik. Die Vorträge finden immer samstags ab 11 Uhr im Studio der Sparkasse Ulm in der Neuen Mitte statt. Der Eintritt ist frei.

Universitätspräsident Professor Michael Weber blickt am Samstag, 22. Februar, auf die Universität im Jahr 2030. Aus der Analyse der heutigen Situation heraus zeigt er Entwicklungsperspektiven der Ulmer Alma Mater in Forschung und Lehre auf. Der Vortrag stellt aber auch das universitäre Spannungsfeld zwischen Wettbewerb und Kooperation vor – regional genauso wie global.

Wohin geht die Entwicklung in der Medizin? fragt hingegen Professor Thomas Wirth am Samstag, 29. Februar. Personalisierung und Digitalisierung sind nur zwei Schlagworte, die die dramatischen Veränderungen, denen die Medizin derzeit unterliegt, ausmachen. Der Dekan der Medizinischen Fakultät beleuchtet unter anderem, was der Einsatz von „Smart Watches“ für die Kontrolle von Gesundheitsparametern bedeutet, oder wie individualisierte Medikamente wirken können.

Professor Martin Baumanns Fachgebiet sind die psychologischen Grundlagen der Interaktion von Mensch und Technik. In Zeiten der digitalen Transformation werden uns schon bald im Alltag Service-Roboter oder selbstfahrende Autos wie selbstverständlich begegnen. In seinem Vortrag am Samstag, 7. März, führt der Leiter der Abteilung Human Factors aus, wie der Nutzer diese Technologien verstehen lernt und ihnen vertrauen kann. Denn nur so kann das Potenzial der automatisierten Systeme ausgeschöpft werden.

Die 27. UUG-Vortragsreihe markiert auch das Ende einer Ära: Organisator Dietrich Engmann zieht sich nach 18 Jahren aus der ehrenamtlichen Arbeit als geschäftsführendes Mitglied des UUG-Vorstands zurück. Engmann hat nicht nur die öffentliche Vorträge in der Stadtmitte seit dem Start im Jahr 2010 federführend betreut, sondern sich auch stets um die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchs durch die Universitätsgesellschaft bemüht. „Der Kontakt der Universität zur Bevölkerung von Stadt und Region – und dies in besonderem Maße durch die UUG-Vortragsreihen – war mir immer ein verpflichtendes Anliegen. Gleiches galt für die anhaltende Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität“, so Dietrich Engmann.

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