Viraler Hit: Zugbegleiter macht Klopapierdieben mit Durchsage das Leben schwer

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Schwäbische Zeitung

Ein Video, zuerst auf Whatsapp geteilt und mittlerweile auch auf Facebook zu finden, begeistert seit Tagen die Netzgemeinde zwischen Ulm und Bodensee.

Zu sehen gibt es eigentlich nicht viel: Ein Blick aus dem Zugfenster, ein Regionalzug verlässt gerade das Gleis 5b am Ulmer Hauptbahnhof. Dann beginnt eine zunächst normale Durchsage - die unter anderem den momentanen Schienenersatzverkehr zwischen Aulendorf und Ravensburg ankündigt.

Doch was der Zugbegleiter dann sagt, scheint im Internet in Zeiten der Corona-Krise gut anzukommen: "Noch eine Bitte: Bitte seien Sie so nett und vergreifen Sie sich nicht an unseren Toilettenpapiervorräten", sagt die Stimme aus dem Zuglautsprecher. Und erklärt dann noch kurz, was er mit vermeintlichen Klopapierdieben zu tun gedenkt.

Der kurze Clip kursiert bereits seit einigen Tagen auf Whatsapp und wurde dort immer weiter verbreitet. Genau lässt sich nicht sagen, wann das Video entstanden ist;  es muss aber - wegen des Schienenersatzverkehrs - nach dem 2. März passiert sein.

Genauer lässt sich angeben, wie oft das Video angesehen wurde, seit es Schwäbische.de auf Facebook geteilt hat: Mehr als 160.000 Mal wurde der Clip aufgerufen. Knapp 4000 Likes und mehr als 600 Kommentare hat der Schaffner dort erhalten - und mehr als 2100 Mal wurde das Video weiterverbreitet.

Zum Lachen und zum Weinen gleichzeitig.

Facebook-Nutzer Nutzer Stefanos-Anastasia Sgouros

"Hab ich schon geteilt, der Zugführer ist so hammergeil und bringt es auf den Punkt" - so wie Facebook-Nutzerin Irmgard Müller feiern viele weitere Menschen im Netz nun den Zugbegleiter und seine Anti-Klopapierklau-Ansage. "Zum Lachen und zum Weinen gleichzeitig ....super der Zugführer!!", schreibt Nutzer Stefanos-Anastasia Sgouros.

Es gibt fast nur Lob auf der Seite, einige Nutzer kritisieren allerdings auch, dass es eine solche Durchsage überhaupt erst geben muss: "Ich glaub das jetzt nicht. In was für einer Welt leben wir", schreibt Nutzerin Marita Ebmeyer.

Dem Zugbegleiter ist damit ein echter Internethit gelungen - in einer Zeit, in der Corona sonst eher für sorgenvolle Gesichter sorgt. Nur eine scheint die Geschichte nicht ganz so witzig zu finden: die Deutsche Bahn.

Dass Toilettenpapier entwendet wird, haben wir bislang nicht festgestellt.

Ein Sprecher der Bahn

"Dass Toilettenpapier entwendet wird, haben wir bislang nicht festgestellt. Daher ist diese Durchsage ein Einzelfall und nicht ganz so ernsthaft zu bewerten", schreibt ein Sprecher der Bahn am Montag auf Anfrage von Schwäbische.de. Ein Gespräch mit dem Zugbegleiter will man dort nicht vermitteln.

In einer ersten Variante des Facebook-Posts war von einem Zugführer die Rede, die Ansage hat aber tatsächlich ein Zugbegleiter gemacht. So erklärt sich, dass sich manche Kommentare fälschlicherweise auf den Zugführer statt den Zugbegleiter konzentrieren.

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