Versuchter Totschlag: Gastwirt wird bei Überfall schwer verletzt

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ARCHIV - ILLUSTRATION - Eine Blaulicht leuchtet am 27.07.2015 in Osnabrück (Niedersachsen) auf dem Dach eines Polizeiwagens. In
ARCHIV - ILLUSTRATION - Eine Blaulicht leuchtet am 27.07.2015 in Osnabrück (Niedersachsen) auf dem Dach eines Polizeiwagens. In mehreren Bundesländern haben mehr als 1000 Polizeikräfte Objekte im Rocker-Milieu durchsucht. Es habe am Mittwochmorgen Aktionen in Hessen, Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Hamburg gegeben. (Foto: Friso Gentsch)
Schwäbische Zeitung

Nachdem der Betreiber eines Music-Cafés in Neu-Ulm angegriffen worden ist, ermitteln die Staatsanwaltschaft und die Neu-Ulmer Kripo wegen des Verdachts des versuchten Totschlags.

Bereits am Samstag vor einer Woche, am 29. Juni, rief die Ehefrau des Verletzten die Polizei. Der Mann befand sich zu diesem Zeitpunkt im Krankenhaus. Der 65-Jährige befindet sich noch immer in Behandlung; Lebensgefahr besteht der Polizei zufolge nicht.

Verletzungen müssen durch Gewalt zugefügt worden sein

Durch die Ermittlungen der Neu-Ulmer Kripo erhärtete sich nun der Anfangsverdacht, dass dem Mann die schweren Kopfverletzungen an jenem Samstagabend, 29. Juni, in dem Music-Café „Paletti“ in der Industriestraße durch Gewalt zugefügt worden sein müssten.

Nach Angaben des zuständigen Kommissariatsleiters ereignete sich die Tat zwischen 18.30 Uhr und 19.40 Uhr. Der 65-Jährige hatte das Café gerade erst geöffnet, aber noch keine Gäste, als er von vermutlich einem, möglicherweise auch mehreren Tätern überfallen wurde.

Tatwaffe noch unklar

Er erlitt dabei schwere Schädelverletzungen. Wie ihm diese zugefügt wurden, steht laut Polizei noch nicht fest. Ein Baseballschläger als Tatwaffe scheide aus, ein Faustschlag alleine reiche aber auch nicht aus. Möglich sei der Einsatz eines anderen Gegenstands als Waffe oder, dass das Opfer mit dem Kopf geschleudert wurde.

Nachdem der oder die Täter das Lokal verlassen hatte, bediente der 65-Jährige später zunächst noch Gäste, bis er seinen Sohn anrief. Dieser brachte seinen Vater ins Krankenhaus.

Hinweise auf einen Raubüberfall bestehen nicht. Auch einen Bezug zur organisierten Kriminalität wie Rauschgift-, Rocker- oder Rotlicht-Milieu konnten die Ermittler nicht herstellen, wie der Kommissariatsleiter auf Nachfrage mitteilte.

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