Verein „Win“ soll mehr für Neu-Ulm bieten

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 Das Rathaus von Neu-Ulm.
Das Rathaus von Neu-Ulm. (Foto: dpa / Stefan Puchner)
Michael Ruddigkeit

Der Verein „Wir in Neu-Ulm“ (Win) müsse in Zukunft mehr bieten. Das forderte der Wirtschaftsbeauftragte der Stadt Neu-Ulm, Bernd Neidhart, im Ausschuss für Finanzen, Inneres und Bürgerdienste.

Wichtig sei, dass der Verein verstärkt eigene Projekte und Veranstaltungen auf die Beine stelle. Nur durch attraktive Angebote könne die Zahl der Mitglieder gesteigert werden. „Wir müssen schauen, dass wir in den nächsten drei Jahren eine Linie hinbekommen“, so Neidhart.

Im Ausschuss ging es um die Verlängerung des freiwilligen städtischen Zuschusses, dessen Laufzeit im September endet. Er wird nun für weitere drei Jahre gewährt. Eine Erhöhung lehnten die Stadträte allerdings ab.

Win hatte beantragt, die städtische Zuwendung auf 60.000 Euro aufzustocken. Der Verein begründete dies mit den zunehmenden Aufgaben in den kommenden drei Jahren, die die Schaffung einer zusätzlichen Teilzeitstelle im Citymanagement erforderten.

Der Ausschuss beschloss, den Zuschuss bei jährlich 50.000 Euro zu belassen. 30.000 Euro sind als Personal- und Betriebskostenzuschuss für den Citymanager gedacht. 20.000 Euro werden als Projektmittel für mindestens drei Vorhaben zur Verfügung gestellt.

Basis des freiwilligen Zuschusses sei nach wie vor das Strategiepapier „Profilierung der Innenstadt“. Darin festgelegte Ziele sind beispielsweise die Belebung der Plätze, die Stärkung des Images der Innenstadt und branchenbezogene Thementage.

Christina Richtmann (FWG) bemängelte, dass das Papier acht Jahre alt sei. Es gehöre dringend überarbeitet. Rainer Juchheim (Grüne) wollte wissen, ob Win tatsächlich eine zusätzliche Teilzeitkraft brauche. Das könne er nicht beurteilen, aber die Stadt bezahle diese jedenfalls nicht, erwiderte Kämmerer Berthold Stier.

Bernd Neidhart sagte, man merke, dass im Citymanagement Kontinuität fehle. Seit 2013 gab es bei Win fünf verschiedene Vorsitzende und vier verschiedene Citymanager: Roswitha McLeod, Norman Roßberg, Ina Barthold und seit Mai vorigen Jahres Florian Fuchs. Die vielen Wechsel hätten sich in einer starken Fluktuation bei den Mitgliedern niedergeschlagen.

Von 2013 bis 2018 kamen zwar 100 neue Mitglieder dazu, im gleichen Zeitraum haben aber auch 61 den Verein verlassen. Im August hatte Win 113 Mitglieder, die insgesamt etwa 40.000 Euro an Beiträgen zahlten. Die Einführung des Citygutscheins bewertet die Verwaltung sehr positiv, da dadurch Kaufkraft in Neu-Ulm gebunden werde. Seit 2016 gibt es einen gemeinsamen Gutschein für Ulm und Neu-Ulm.

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