UWS will in den nächsten fünf Jahren 500 neue Mietwohnungen bauen

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 So soll das Wohngebiet später aussehen.
So soll das Wohngebiet später aussehen. (Foto: Einsiedel Architekten)
Schwäbische Zeitung

Die städtische Ulmer Wohnungs- und Siedlungs-Gesellschaft (UWS) hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem Überschuss von rund 6,4 Millionen Euro abgeschlossen. Wie aus einer Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, fließt das Geld in die Rücklagen, um die geplanten Bauinvestitionen der nächsten Jahre mit ausreichend Eigenkapital auszustatten. In Neubau, Instandhaltung und Modernisierung ihres Wohnungsbestandes hat die UWS 31,1 Millionen Euro investiert.

59 Wohnungen in Böfingen und in der Weststadt wurden fertig gestellt. Zum Jahresende 2018 waren 81 weitere Wohnungen im Bau. Mehr ist in Planung oder schon im Bau.

Mit 390 Wohnungen in diesem Jahr beginnen

In diesem Jahr will die UWS mit den Arbeiten für 390 Wohnungen und zwei Kindertagesstätten beginnen. Bei allen Bauvorhaben werden mindestens 30 Prozent geförderte Wohnungen für Bezieher geringer Einkommen errichtet.

Neben Vorhaben in neuen Baugebieten wie im Lettenwald setzt die UWS bewusst auf die Innenentwicklung. Die Projekte in Wiblingen und in der Weststadt sind aus Sicht der UWS Ausdruck für den nachhaltigen Umgang mit der knappen Ressource Bauland. Die gelte auch für das Areal der ehemaligen Hindenburgkaserne am Weinberg. In den nächsten fünf Jahren plant die UWS mindestens 500 Mietwohnungen neu zu bauen.

3,20 Euro pro Quadratmeter bei Neuvertragsmieten 

Die UWS hat zum Jahresende einen Bestand von 7342 Wohnungen bewirtschaftet, darunter 7102 eigene Wohnungen. Die Fluktuationsrate lag bei 7,2 Prozent, die durchschnittliche Miete liegt bei 5,94 Euro pro Quadratmeter und damit etwa ein Viertel unter dem Ulmer Mietspiegel. Das hat der UWS zufolge auch eine zuletzt vorgestellte Mietanalyse des ALP-Institutes bestätigt. Die Neuvertragsmieten lagen um 3,20 Euro pro Quadratmeter unter den Angebotsmieten anderer privater Vermieter.

Das Modernisierungsprogramm der städtischen Gesellschaft ist auch im vergangenen Geschäftsjahr fortgesetzt worden. Insgesamt wurden 19,5 Millionen Euro in die Instandsetzung und Modernisierung des Bestands investiert und 90 Wohnungen umfassend modernisiert.

Insbesondere wurden Fassaden und Dächer gedämmt, neue Bäder und Fenster eingebaut und die Heizung erneuert. Das größte Projekt war die Sanierung einer Wohnanlage in Wiblingen. Die UWS will bis 2020 insgesamt 30 Millionen Euro in die Erneuerung der Wohnanlage mit 218 Wohnungen investieren.

Bedarf an bezahlbaren Wohnungebn hält weiter an

UWS-Geschäftsführer Frank Pinsler geht davon aus, dass der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen weiterhin anhalten wird. Das liege an den guten wirtschaftlichen Bedingungen in Ulm und im Umland. Die UWS wolle bei ihre Wohnungen auf eine familiengerechte Ausrichtung und auf die Anforderungen des demografischen Wandels achten.

Pinsler rechnet damit, dass Bau- und Planungskosten weiter steigen werden. Das erschwere es, günstige Wohnungen anzubieten. Für 2019 erwarte man einen positiven Geschäftsverlauf. Die UWS werde ihre Investitionen Bestand fortsetzen und den Neubau verstärken.

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