Unfall im Neubau-Tunnel: Steinplatte verletzt Arbeiter schwer

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Bei dem Arbeitsunfall wurde ein 63-jähriger Mann schwer verletzt. Er kam ins Krankenhaus.
Bei dem Arbeitsunfall wurde ein 63-jähriger Mann schwer verletzt. Er kam ins Krankenhaus. (Foto: Nicolas Armer/dpa)
Chefreporter Ulm und Alb-Donau
Schwäbische Zeitung

Durch eine herabstürzende Steinplatte auf der Tunnelbaustelle der Deutschen Bahn in Ulm ist ein Bauarbeiter am Montagabend schwer verletzt worden. Das teilt die Polizei mit, ein Sprecher der Bahn bestätigte den Vorfal.

Der 63-Jährige arbeitete gegen 17 Uhr auf der Baustelle im Lehrer-Tal-Weg. Dort wird zurzeit der Alb-Abstiegs-Tunnel für die Neubaustrecke Stuttgart - Ulm bergmännisch erstellt. Von der Baustelle im Lehrer Tal aus arbeiten sich die Teams in zwei Abschnitten vor: in Richtung Ulm und in Richtung Dornstadt. Gut 1100 Meter hinter dem Tunneleingang in Richtung Dornstadt geschah das Unglück, so der Bahnsprecher.

Der Mann war mit seinem Team dabei, die Tunnelröhre von innen zu befestigen. Nachdem Beton auf die Wand aufgebracht war, sollten Eisenmatten in die Hülle eingebaut werden. Beim Befestigen der Matten stürzte eine Steinplatte von der Decke und traf den 63-Jährigen.

Trotz seiner Schutzkleidung erlitt er schwere Verletzungen. „Arbeitskollegen des Verunglückten, die von uns ausgebildet wurden, versorgten den Mann, bis Rettungsdienst und Feuerwehr vor Ort im Tunnel eintrafen“, berichtete Reiner Schlumberger von der Ulmer Feuerwehr am Dienstag. Der Rettungsdienst brachte den Mann ins Krankenhaus.

Die Polizei ermittelt jetzt und prüft, ob alle Vorschriften beachtet wurden. Der Sprecher der Bahn wollte sich am Dienstag nicht zu möglichen Unfallursachen äußern. Das Landesbergamt seit eingeschaltet.

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