Umsonst und draußen: Das ist das Programm des Kulturbiergartens im Juli

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Schwäbische Zeitung

Kultur im Grünen, die nichts kostet: Auch in den nächsten Wochen erwartet die Gäste in der Friedrichsau im Biergarten „Liederkranz“ ein vielseitiges Programm an Kunst und Musik.

Das Wetter tanzte bisher nicht immer nach der Pfeife der Betreiber des „Liederkranz“. Trotzdem sei der Start in den Sommer ein Erfolg gewesen. „Wir mussten uns ein bisschen eingrooven, aber jetzt fühlen wir uns in der neuen Location ganz zuhause“, sagt Samuel Rettig vom Gleis 44. Neben dem Biergarten des Elektroclubs in der Schillerstraße leitet er gemeinsam mit Paul Kost und Raffael Schmidt auch die Gastronomie im „Liederkranz“. Ein Tanz auf zwei Hochzeiten. „Aber der Rhythmus stimmt. Wir sind mittlerweile ein eingespieltes Team“, so Rettig.

Die Gleis 44-Geschäftsführer sorgen gemeinsam mit dem Verein „Indauna“ für das Programm, das den Liederkranz zum Kulturbiergarten mache. Bis in den Herbst hinein soll der Biergarten die Bühne für die Ulmer Kultur sein, die sich coronabedingt nach Alternativen umsehen musste.

„Man merkt, dass den Leuten das wirklich gefehlt hat. Die Rückmeldungen der Gäste sind super und wir erweitern unser Programm ständig“, berichtet Rettig.

In den nächsten Wochen stünden „vielfältige Künstler“ aus der Region auf der Liederkranz-Bühne. Besonders freue man sich auf den „Indiekranz“. Man wolle ja, dass alle Musikgeschmäcker auf ihre Kosten kommen. Gleich zwei Bands eröffnen am Freitagabend, 3. Juli, diese Veranstaltungsreihe, die von der erprobten Crew hinter „Eden Rocks Indie“ organisiert wird. „Das freut uns besonders, wenn wir mit anderen Ulmer Kulturbetrieben kooperieren können. Man unterstützt sich gegenseitig“, meint Rettig.

Eine weitere Zusammenarbeit findet im Juli mit der Theaterei Herrlingen statt. Eigens für den „Liederkranz“ hat das Theater ein corona-taugliches Bühnenprogramm entwickelt und präsentiert lustige Szenen und Kurzgeschichten am Donnerstag, 23. Juli.

Neben Rock-Konzerten oder elektronischen DJ-Sets wird es auch wieder Klassik-Veranstaltungen geben. Das Ulmer Selena-Quartett spielt am Freitag, 10. Juli, Beethovens Streichquartett Opus 18. Nr. 1.

„Es ist faszinierend, wie sich die unterschiedlichen Veranstaltungen in der Umgebung entfalten und wie viele unterschiedliche Menschen dadurch zusammenkommen“, sagt Rettig. „So haben wir uns das vorgestellt.“

Das ist das Juni-/Juli-Programm:

Freitag, 26. Juni, Konzertabend: Loud Packers, 20 Uhr, Gesang, Rap, Funk, Reggae und Rock;

Samstag, 27. Juni, Schüttel dein Speck #65, DJ, 16 Uhr, die DJ’s Select.A.Tom und Deejot Rooterfreibeuter legen alternative Dance-Hits auf, zu denen im Sitzen auch getanzt werden darf;

Sonntag, 28. Juni, Konzertnachmittag, 15 Uhr, Valentino Testa, Müllersisters, Morphic Resona;

Mittwoch, 1. Juli, Kimber Home Selection, DJ, 17 Uhr, Kimber ist ein Urgestein der elektronischen Musikszene in Ulm, Jazz, Funk und Hip-Hop;

Freitag, 3. Juli, Indiekranz: die Autos und Moltke & Mörike, Konzert, 18 Uhr, Rock’n’Roll (Die Autos) und Indie-Punk (Moltke & Mörike), mit politischer Botschaft;

Samstag, 4. Juli, Kollektiv Schillerstraße, DJ, 17 Uhr;

Sonntag, 5. Juli, das Kollektiv Rhythm-Fellows hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich immer wieder neu zu erfinden;

Mittwoch, 8. Juli, Konzertabend: Philip Bölter und The Last Bash, 19 Uhr, Phillip Bölter macht allein Musik für vier und The Last Bash machen zu viert Musik, die jeden begeistert;

Donnerstag, 9. Juli, Konzertabend mit Rigna Folk, The Renates, Unter den Wilden, 19 Uhr, Rigna Folk ist die beste Adresse, wenn es um Neo Indie-Rock geht, ein wenig psychedelisch und ein bisschen Pink Floyd;

Freitag, 10. Juli, Boogie Twin Hip-Hop-Abend, DJ, 17 Uhr, nach zehn Jahren im Cabaret Eden kommt Hip-Hop Hooray in die Friedrichsau, um seine Fans unter Baumkronen zu begeistern;

Sonntag, 12. Juli, Klassik-Matinee, 11 Uhr, 250 Jahre Beethoven – gespielt wird das Streichquartett Opus 18. Nr. 1, das nach seinem Erscheinen als „vollgültiger Beweis für seine Kunst“ bezeichnet wurde, mit dem Selena-Quartett, um 18 Uhr: Konzertabend mit der Barış Experience-Band, internationale Mischung aus Folk, Jazz, Funk und Andalolu-Rock;

Mittwoch, 15. Juli, Spennys Bluchachos & Prizma, handgemachter Blues aus Ulm, der die Seele der 70er und 80er Jahre in sich trägt, sowie Hip-Hop, Rock, Blues, Funk und Jazz – gemeinsam mit Wiblinger Gitarrist Malte Höfig;

Donnerstag, 16. Juli, Jazz-Abend, 20 Uhr, Joe Aldingers Downbeat Club;

Freitag, 17. Juli, Bordell Nouveau, DJ, 17 Uhr, Veranstaltungsreihe für anspruchsvollen, trotzdem kreativen Sound von House bis Techno;

Samstag, 18. Juli, Clowntheater, 15 Uhr;

Donnerstag, 23. Juli, Theaterabend, 19.30 Uhr, die Theaterei Herrlingen hat eigens für den Liederkranz ein corona-taugliches Bühnenprogramm entwickelt; Samstag, 25. Juli,

Clowntheater, 15 Uhr; Sonntag, 26. Juli, Pianistenclub, Klassik, 18 Uhr, der Pianistenclub Ulm vereint die preisgekrönten Schüler der Musikschule Ulm und präsentiert Werke von Bartok, Brahms, Chopin, Dvoràk und Skrjabin

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