Ulmer Zelt: Seiler und Speer begeistern Publikum

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Seiler und Speer aus Österreich haben am Freitag das Zelt gerockt.
Seiler und Speer aus Österreich haben am Freitag das Zelt gerockt. (Foto: SZ- Susanne Kuhn-Urban)
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Die österreichische Band Seiler und Speer aus Bad Vöslau hat am Freitag im Ulmer Zelt gastiert. Lange Schlangen bildeten sich vor dem Zelt, das ausverkauft war. Unterstützt wurden der Komiker und Schauspieler Christopher Seiler und der Filmemacher Bernhard Speer von ihrer fünfköpfigen Band, die klanggewaltig und virtuos mit Bass, zwei Schlagzeugen, zwei Gitarren und ab und zu ein Keyboard für den kraftvollen Rhythmus sorgten.

Feuerzeuge erleuchten das Ulmer Zelt

Die Fans waren begeistert. Sie wogten als eine große Masse mit erhobenen Händen zum Rhythmus mit, knipsten bei passender Gelegenheit an ihre Feuerzeuge an und feierten lauthals mitsingend ihre Band, die auf der Bühne einen bunten Stilmix ihrer Songs präsentierte. Mal ging es ruhig und nachdenklich zu, dann wieder wild fetzig mit Heavymetal Metall-würdigen Gitarrenriffs. Auch die Texte – sowie man sie versteht – sind tiefgründig sarkastisch und zeigen einen leicht ironischen Blick auf Politik und Gesellschaft. Sei es bei „All inklusive“, „I wü net“, oder „I kenn Di vo wo“ und all den anderen. Klar war es, dass die Austropopmusiker das Publikum in ihr Konzert eingebunden und zum Mitsingen aufgefordert haben. Mit „Ois OK“ haben sie auch die erste Single ihrer neuen CD vorgestellt, die wohl Mitte Juli erscheinen wird.

Kurz vor Schluss gibt es beim Publikum kein Halten mehr

Immer wieder erklangen aus dem Publikum hoffnungsvolle „biedee!!“-Rufe. Jedoch reagierten Seiler und Speer erst beim vorletzten Lied nach fast zwei Stunden Powerkonzert auf diese Aufforderung, den vermutlich größten Hit zu spielen: „Ham kummst“. Gleich beim ersten Takt des Stücks gab es für die Fans kein Halten mehr. Lautstark war der gesamte Text auswendig zu hören, kaum mehr jemanden hielt es auf den hölzernen Bänken.

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