Ulmer Weinfest dauert so lang wie nie

Lesedauer: 5 Min

Citymanager Henning Krone und die drei Weinfestwirte Michael Freudenberg, Michael Speiser und Oliver Loser (von links).
Citymanager Henning Krone und die drei Weinfestwirte Michael Freudenberg, Michael Speiser und Oliver Loser (von links). (Foto: Horst Hörger)
Oliver Helmstädter

Ein Weinfest der Rekorde startet am Freitag, 2. August. Weil keine Rücksicht auf das „Französische Dorf“ in der Friedrichsau mehr genommen werden muss, schenken die drei Gastronomen Michael Freudenberg („Wilder Mann“), Oliver Loser („Wirtshaus zur Brezel“) und Michael Speiser („Speiser Event“) fünf Tage länger als im vergangenen Jahr Weine auf dem südlichen Münsterplatz aus.

Bis einschließlich Samstag, 25. August, verwandelt sich der südliche Münsterplatz in ein dreigeteiltes Weindorf: Freudenberg konzentriert sich auf französische Weine und Spezialitäten aus dem Nachbarland wie Käse und Flammkuchen, während Loser Alpenländisches und Speiser mit Italien und Spanien die Südländer im Blick hat. Wie der „Wilde-Mann“ Freudenberg sagt, bekommen er immer „einen Hals“, wenn kritisiert werde, dass das Weinfest zu teuer sei. Das „Korkgeld“, das er und seine Kollegen auf die Flaschen draufschlagen, sei niedriger als in der Gastronomie üblich und liege zwischen sechs und 17 Euro pro Flasche. Die wohl günstigste 0,75-Liter-Flasche auf dem Weinfest ist ein „Jungspund“ der Schlosskelterei Affaltrach für 15,20 Euro. Nach oben sind kaum Grenzen gesetzt. Was Freudenberg seine „Schatzkiste“ nennt sind auf der üblichen Karten gar nicht aufgeführte edle Tropfen, die auch mal über 100 Euro pro Flasche kosten können.

Für Freunde edler Tropen: am Donnerstag startet das Ulmer Weinfest
Für Freunde edler Tropfen ist es ein absolutes Muss … und am Freitag ist es wieder soweit: Pünktlich um 17 Uhr startet am südlichen Münsterplatz das 12. Ulmer Weinfest - wenn das Wetter so bleibt wird es sicher traumhaft! Am Mittwoch haben die Veranstalter verraten, was es in diesem Jahr Besonderes gibt.

Extra für das Ulmer Weinfest gibt es wieder zwei Weinfest-Weine von dem Weingut Schloss Affaltrach. Das Weingut hat einen Weißburgunder und einen Pinot Meunier für das Weinfest mit speziellem Ulm-Etikett abgefüllt.

Mehr denn je wird dieses Jahr der Fleischeslust gefrönt: Jeden Donnerstag, Freitag und Samstag packt Erca Bilke, der Chefkoch des renommierten Ulmer Lokals „Pflugmerzler“ seinen „Beefheater“ aus. In diesem Hochleistungsgrill röstet das Fleisch bei einer Hitze von 830 Grad in kurzer Zeit, was für eine besondere Saftigkeit sorgen soll. Jeden Mittwoch und nach Vereinbarung bietet Bilke Grillkurse an.

Wie Citymanager Henning Krone im vergangenen Jahr ermitteln ließ, reisen die Weinfestbesucher im Schnitt aus einer Entfernung von 27,3 Kilometern an. Viele auch aus dem Kreis Neu-Ulm. Deswegen werde am bayerischen Feiertag Maria Himmelfahrt (Mittwoch 15. August) das Weinfest bereits um 14 Uhr öffnen. Täglich erhalten die Organisatoren 45 Online-Reservierungen und Busgruppen aus der Schweiz hätten sich angekündigt.

Doch Spontanbesucher beruhigt Krone: Die Reservierungssoftware sorge dafür, dass nicht alle 1250 Sitzplätze per Reservierung vergeben werden.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen