Ulmer Wäscherei produziert jetzt Mundschutzmasken

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Die Wäscherei Bohnet produziert seit Montag eigene Mundschutzmasken.
Die Wäscherei Bohnet produziert seit Montag eigene Mundschutzmasken. (Foto: Bohnet)
Schwäbische Zeitung

Seit Montag produziert die Wäscherei Bohnet in der hauseigenen Näherei in Ulm Mehrweg-Mundschutzmasken. Dadurch sollen sich Mitarbeiter im Falle einer unbemerkten Infektion mit dem Coronavirus gegenseitig besser schützen, heißt es in der Mitteilung von Donnerstag.

„Unsere Mitarbeiter haben für mich oberste Priorität. Wir hatten eine Idee, setzen sie um und können jetzt jeden Mitarbeiter mit Masken ausstatten“, so Bernd Bohnet, Geschäftsführer des Ulmer Familienunternehmens.

Bohnet unterstützt damit auch die Ulmer Initiative „den Helfern helfen“ (www.denhelfernhelfen-ulm.de) und wird gleichzeitig selbst unterstützt: Die Firma Südtrikot, Unterwäscheproduzent aus Ulm, stellt Näher ab, um das Ziel von 3000 Masken pro Woche zu erreichen.

Die Innen- und Außenseiten bestehen aus „hochwertiger Hotelwäsche“, im Inneren wird ein Feinstaubfilter-Fließ eingenäht. Nachdem alle Mitarbeiter versorgt sind, werden die Masken auch an Firmenkunden verkauft.

1935 von Georg Bohnet in Ulm gegründet, hat sich das Familienunternehmen in eine gewerbliche Großwäscherei entwickelt. Zu ihren Kunden zählen Kliniken und Krankenhäuser, Gastronomie und Hotels, Pflege- und Altenheime und Unternehmen aus Industrie und Handwerk.

An den Standorten in Ulm-Jungingen und Ulm-Böfingen werden tagtäglich 62 Tonnen Textilien gewaschen, gemangelt, gebügelt, gefaltet und zusammengelegt. Als Großwäscherei bietet Bohnet eine textile Vollversorgung: Neben Waschen gehören Mietwäsche, Berufs- und Patientenkleidung und ein Wäsche-Lieferservice zum Leistungsspektrum.

Das Familienunternehmen wird in dritter und vierter Generation von Bernd Bohnet und seinen Söhnen Johannes und Valentin Bohnet geführt. Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 240 Mitarbeiter.

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