Ulmer Volksfest XXL hat voll eingeschlagen – diese Bilanz ziehen die Veranstalter

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 Vor allem abends, wenn es nicht mehr so heiß war, strömten die Besucher auf das Ulmer Volksfest.
Vor allem abends, wenn es nicht mehr so heiß war, strömten die Besucher auf das Ulmer Volksfest. (Foto: VMV GmbH)
Schwäbische Zeitung

Es war zum ersten Mal ein Volksfest XXL – 17 Tage lang dauerte heuer die bunte Sause in der Friedrichsau. Offenbar hat sich das nicht nur für die Besucher gelohnt, sondern auch für die Organisatoren. Der Ausrichter VMV GmbH zog jetzt eine „überaus positive Bilanz“, wie es in einer Mitteilung des Unternehmens heißt.

Normalerweise wurden die Zapfhähne am späten Schwörmontag-Abend dicht gemacht und die Lichter gelöscht. Doch diesmal ging es noch eine knappe Woche lang weiter – und die Menschen nahmen die Verlängerung offenbar dankbar an. Rund 40 Prozent mehr Besucher registrierten die Organisatoren in der zweiten Woche. Es hätten wohl noch ein paar mehr werden können, wenn das Wetter mitgespielt hätte. Nach Schätzungen der Organisatoren besuchten heuer 400.000 Menschen das Volksfest.

Die Schausteller haben sich über das Ergebnis des verlängerten Ulmer Volksfests äußerst positiv überrascht geäußert und wir haben schon Anfragen für das kommende Jahr vorliegen

VMV-Geschäftsführer

Die beiden VMV-Geschäftsführer Michael Steinmüller und Oliver Fischer lassen sich mit folgenden Worten zitieren: „Die Schausteller haben sich über das Ergebnis des verlängerten Ulmer Volksfests äußerst positiv überrascht geäußert und wir haben schon Anfragen für das kommende Jahr vorliegen.“

Die Volksfestmacher haben nach eigenen Angaben beliebte Events wie das Feuerwerk, das Ballonglühen oder die Ladies Night bewusst in die zweite Spielwoche gelegt, um so die Menschen in die Au zu locken. Dieser Plan ging voll auf. In der ersten Woche wurden neue Events wie die Lasershow oder die orientalische Nacht besonders gut angenommen.

Volksfest leidet unter Schwörmontag

Es gibt jedoch auch einen Tag, der massiv hinter den Erwartungen zurückblieb: Der Schwörmontag. Hier kristallisiert sich nach Ansicht der Volksfest-Macher „zunehmend der Trend zur Mega-Party in der Stadt heraus, wodurch der traditionelle Schwörmontag in der Au leidet“.

Auch das Wetter in der zweiten Hälfte mit Temperaturen bis zu 40 Grad oder ergiebigen Schauern habe teilweise die Menschen abgehalten. In den Abendstunden füllte sich der Platz jedoch täglich, teilweise bildeten sich sogar lange Schlangen an den Karussells. „Wir sind sehr froh, dass die Menschen in der Region abends trotz der Hitze noch richtig Freude am Feiern haben“, so Stefan Scheller vom Organisationsteam.

Und weil sich das Ganze unter dem Strich doch gelohnt hat, gibt es ein Fortsetzung: „Die verlängerte Spielzeit wird auch 2020 bestehen bleiben“, beteuern Fischer und Steinmüller. Sie glauben, dass sich das Zwei-Wochen-Fest binnen weniger Jahre etablieren werde. Der Termin für 2020 steht bereits fest: Vom 10. bis 26. Juli.

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