Ulmer Forscher klären auf: Das macht die schnellste Ameise der Welt so schnell

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Linkes Bild: Ameise im Sand, Rechtes Bild: Forscher bei der Arbeit
Die in der Sahara lebende Silberameise ist von einem Forscherteam der Universität Ulm zur schnellsten Ameise der Welt gekürt worden. (Foto: Universität Ulm)
Agence France-Presse
Schwäbische Zeitung

Sie ist die Speedy Gonzales unter den Ameisen: Die in der Sahara lebende Silberameise ist von einem Forscherteam der Universität Ulm zur schnellsten Ameise der Welt gekürt worden.

Nach Angaben der beiden Forscher Harald Wolf und Sarah Pfeffer erreicht das winzige Tier Geschwindigkeiten von bis zu 0,855 Metern pro Sekunde - was der 108-fachen Länge seines Körpers entspricht.

Die Ameise Cataglyphis bombycina war bereits für ihre Fähigkeit bekannt, sich auf bis zu 60 Grad heißen Sanddünen quasi hitzeresistent fortbewegen zu können. Um mehr über die Ameisenart herauszufinden, reisten die Forscher 2015 in die tunesische Wüste und machte dort Filmaufnahmen.

Die Forscher reisten 2015 in die tunesische Wüste und machten dort Filmaufnahmen.
Die Forscher reisten 2015 in die tunesische Wüste und machten dort Filmaufnahmen. (Foto: Universität Ulm)

Dabei entdeckten sie, dass die Silberameise bei steigenden Temperaturen immer schneller wird. Bei Temperaturbedingungen um zehn Grad im Labor reduzierte sich ihre Geschwindigkeit hingegen auf 0,057 Meter pro Sekunde.

Unglaubliche Geschwindigkeit von 47 Schritten pro Sekunde

Ihre Schnelligkeit verdanke die Ameise vor allem ihren kleinen Füßen, schreiben Wolf und Pfeffer in ihrer am Donnerstag im „Journal of Experimental Biology“ veröffentlichten Studie. Diese sind mit 4,3 bis 6,8 Millimetern demnach rund 20 Prozent kürzer als die von verwandten Ameisenarten. Dadurch erreiche die Silberameise eine unglaubliche Geschwindigkeit von 47 Schritten pro Sekunde.

Zudem könne sie in eine Art „Galopp“ wechseln, bei dem sich ihre sechs Beinchen gleichzeitig in der Luft befinden und dabei jeweils nur sieben Millisekunden lang den Boden berühren. Die spezielle Lauftechnik ermögliche es der Ameise, „nicht zu stark im Sand zu versinken“, erklärte Wolf.

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