Ulm soll geflüchtete Minderjährige aufnehmen

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 Ein Kind weint, nachdem die Bereitschaftspolizei in Griechenland (Lesbos) Tränengas gegen protestierende Migranten während eine
Ein Kind weint, nachdem die Bereitschaftspolizei in Griechenland (Lesbos) Tränengas gegen protestierende Migranten während einer Demonstration eingesetzt hat. (Foto: Eurokinissi)
Schwäbische Zeitung

Die SPD-Fraktion im Ulmer Gemeinderat will, dass die Stadt geflüchtete Minderjährige aufnimmt, die derzeit zu Tausenden in Lagern in Griechenland festsitzen. Bei der nächsten Sitzung soll, so lautet die Forderung, über eine entsprechende Resolution abgestimmt werden.

In dieser heißt es, dass die Situation für geflüchtete unbegleitete Minderjährige in Griechenland „katastrophal“ sei und allen Regeln und Vorgaben des Kinderschutzes widerspreche. Mittlerweile würden sich schon eine Vielzahl von Städten sowie das Bündnis Sichere Häfen, dem sich auch die Stadt Ulm angeschlossen habe, für eine solche Aufnahme einsetzen.

Das Bundesinnenministerium habe sich bisher diesem Anliegen verweigert und „leider“ auch die Innenministerkonferenz. Die Aufnahme sei jedoch geboten. Viele der Kinder würden unrechtmäßig inhaftiert, lebten auf der Straße oder in den überfüllten „Hotspots“ der ostägäischen Inseln – hier oft auch nur in Zelten oder unter Plastikplanen. Diese Jugendlichen und Kinder seien „vollkommen ungeschützt vor Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch“.

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