Thomas Rathgeber bejubelt seinen Treffer zum 1:0.
Thomas Rathgeber bejubelt seinen Treffer zum 1:0. (Foto: Michael Bermel/Eibner-Presse)
Schwäbische Zeitung
Gideon Ötinger

Tabellenplatz zehn – ganz schön ungewohnt für die Ulmer Spatzen, die es in dieser Saison der Regionalliga Südwest maximal auf Platz elf geschafft hatten (12. Spieltag). Doch durch den 3:0-Sieg beim FSV Frankfurt am Samstag entfernt sich der SSV Ulm 1846 Fußball Stück für Stück von der kritischen Tabellenregion.

„Wir haben einen Lauf“, sagte Ulms Trainer Tobias Flitsch vor dem Spiel. Und tatsächlich: mit dem 0:2 gegen Hessen Kassel vor drei Wochen ging erst eins von acht Spielen für seine Mannschaft in diesem Jahr verloren. Gegen Frankfurt fingen die Ulmer an, wie sie es oft tun – mit Druck. Das Resultat war das frühe 1:0 durch Thomas Rathgeber (3.). Ardian Morina hatte der Frankfurter Abwehr den Ball geklaut und dann Rathgeber in Szene gesetzt. Die Defensive der Gastgeber wirkte zu Beginn noch fahrig und im Spielaufbau hatte die Mannschaft von Trainer Alexander Conrad ebenfalls Probleme. Durch Ballverluste luden sie die Spatzen zum Kontern ein.

Aus einem Ballverlust resultierte auch das zweite Tor der Ulmer. Steffen Kienle, der anders als zuletzt im Sturm gegen den FSV von Flitsch im Mittelfeld eingesetzt wurde, schnappte sich den Ball und schoss nach einer starken Einzelleistung von der rechten Strafraumgrenze ins Tor. Danach ließen es die Spatzen wieder etwas ruhiger angehen, was den FSV jedoch ins Spiel und zu einzelnen Chancen kommen ließ. Eine davon hätte Frankfurts Mittelfeldspieler Leon Bell (39.) nutzen müssen, er scheiterte allein vor dem Tor an Torwart Holger Betz. Doch auch der Ulmer Christian Sauter schaffte es in der 45. Minute nicht, eine hundertprozentige Chance zu verwandeln. Aus drei Meter schoss er über die Latte. „Das kann sich rächen, aber wir haben in der zweiten Halbzeit gut weitergemacht“, sagte Tobias Flitsch nach dem Spiel.

In der 60. Minute war es wieder Steffen Kienle, der einen weiten Ball in den Frankfurter Strafraum zum 3:0 verwertete. In der Folge wurde das Spiel mit Fouls auf beiden Seiten deutlich härter, doch Chancen gab es kaum noch. So blieb es beim 3:0 der Ulmer, die ohne ihre Stammkräfte Johannes Reichert und Alper Bagceci nach Hessen fahren mussten. „Das hat die Mannschaft gut kompensiert“, sagte Flitsch. Mit dem Ergebnis und den drei Punkten sind wir natürlich zufrieden. Ich denke, es war auch verdient.“

SSV Ulm 1846 Fußball: Betz – Kammerbauer, Krebs, Schindele, Schmidts – Sauter, Campagna, Morina, Kienle (87. Neziri) – Braig (46. Graciotti), Rathgeber (80. Nierichlo).

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