Ulm erhält acht Millionen Euro vom Bund und wird „Smart City“ - wofür das Geld gedacht ist

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Blick über die Dächer von Ulm bei blauem Himmel
Die Stadt Ulm ist als eine von drei Großstädten als Modellprojekt der „Smart Cities“ ausgewählt worden. (Foto: Kroha)
Schwäbische Zeitung

Die Stadt Ulm ist als eine von drei Großstädten als Modellprojekt der „Smart Cities“ ausgewählt worden. Dies hat das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) am Mittwoch bekanntgegeben.

Die Projekte sollen beispielhaft erproben, wie Digitalisierung nachhaltig und intelligent gestaltet werden kann. Von den Erfahrungen und Erkenntnissen sollen dann möglichst viele deutsche Kommunen profitieren. Ulm erhält dafür knapp acht Millionen Euro vom BMI.

„Wir freuen uns, dass der Ulmer Ansatz der digitalen Transformation damit weiter gefördert wird“, sagt Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU). „Er stellt den Aufbau der digitalen Kompetenzen in der Stadt und den Aufbau der stadteigenen Infrastruktur zur Datenhaltung nach demokratisch legitimierten Regeln in den Vordergrund.“

Restlichen gut vier Millionen Euro steuert die Stadt bei

Den Antrag für die Förderung hatte die Geschäftsstelle Digitale Agenda eingereicht. Die nun bewilligte Fördersumme von knapp acht Millionen Euro entspricht einer Förderung von 65 Prozent der Gesamtsumme; die restlichen gut vier Millionen Euro steuert die Stadt bei.

Im Mittelpunkt der Förderung steht die Frage, wie die Stadt Ulm in den nächsten Jahren weiter entwickelt werden soll, um auch zukünftig Zentrum für Wissen und Beschäftigung zu sein und dabei den Anforderungen einer wachsenden Stadt im Sinne von Nachhaltigkeit und Klimaschutz zu begegnen.

Dabei werden die praktischen Erfahrungen der vergangenen Jahre, wie sie etwa im Rahmen des Projekts „Zukunftsstadt 2030“ gewonnen wurden, für die Entwicklung einer Smart City Strategie übernommen.

Konkrete Maßnahmen können zum Beispiel neue Begegnungsorte, „Smart Urban Gardening“ oder digitale Services zur Verbesserung der inklusiven Gestaltung sein.

In den ersten zwei Jahren soll eine entsprechende Strategie für die Quartiere rund um den Bahnhof auf den Weg gebracht werden. Die Quartiere weisen unterschiedliche Problemlagen auf und werden sich in den nächsten Jahren stark wandeln. Es handelt sich um folgende Gebiete:

 

  • Wengenviertel und Dichterviertel als Sanierungsgebiete
  • Innenstadt mit Sedelhöfen als Bestandsgebiet im Wandel
  • „Mobilitätshub“ rund um den Bahnhof
  • Theaterviertel als Neubau-Areal
  • Landesgartenschau-Gebiet als zu gestaltender öffentlicher Raum

Insgesamt fördert das BMI in einer ersten Staffel 13 Projekte von Städten unterschiedlicher Größe und von Landkreisen. Rund hundert Kommunen hatten sich beworben. In den kommenden Jahren will das Ministerium noch drei weitere Förderungsrunden durchführen, sodass insgesamt rund 750 Millionen Euro in die Entwicklung der „Smart Cities“ fließen sollen.

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