Trauerfeier für Ruder-Olympiasieger Reinelt am Freitag in Ulm

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Maximilian Reinelt †
Maximilian Reinelt † (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung

Der am Samstag beim Skilanglauf in der Schweiz verstorbene Ulmer Ruder-Olympiasieger Maximilian Reinelt wird am Freitag beigesetzt. Wie aus der Todesanzeige der Familie in der lokalen Presse hervorgeht, findet die Trauerfeier um 12 Uhr auf dem Ulmer Hauptfriedhof statt. Bereits am Abend vorher, am Donnerstag, um 18.30 Uhr, ist in der katholischen Kirche „Zum Guten Hirten“ in Ulm-Böfingen das Requiem.

Als Leistungssportler aber auch abseits des Sports war Max durch seine Persönlichkeit und seine positive Einstellung ein Vorbild.

Stiftung Deutsche Sporthilfe

Anstelle von Blumen wünscht sich die Familie eine Spende an die Stiftung „Deutsche Sporthilfe“ unter dem Stichwort „Maximilian“ mit der IBAN: DE72500700100092300300 bei der Deutschen Bank. Die Deutsche Sporthilfe setzt sich für die Förderung von deutschen Spitzensportlern ein. Für viele Athleten, die sich in medial weniger beachteten Sportarten bewegen, ist die Sporthilfe neben der Familie oftmals der einzige Unterstützer. 

Reinelt wurde seit 2007 gefördert

Maximilian Reinelt wurde von der Sporthilfe seit 2007 gefördert und war Teil von mehreren Förderprojekten. Auch nach dem Ende seiner Sportkarriere wurde er weiter unterstützt und blieb dem Club der Sporthilfe-Athleten weiter verbunden. Das gespendete Geld soll in den Förderhaushalt der Sporthilfe zur Unterstützung der Athleten und Nachwuchstalente eingehen.

So meistert Max Reinelt Sport und Karriere
Gleichzeitig studiert der 27-Jährige Humanmedizin an der Ruhr-Universität in Bochum.

„Er war gern gesehener Gast bei diversen Sporthilfe-Veranstaltungen, vom Ball des Sports bis zum Sporthilfe Elite-Forum“, teilt die Stiftung auf Anfrage mit: „Als Leistungssportler aber auch abseits des Sports war Max durch seine Persönlichkeit und seine positive Einstellung ein Vorbild. Das gesamte Team der Sporthilfe war erschüttert und fassungslos, als sie von dem viel zu frühen Tod erfahren hat. In Gedanken sind wir bei seiner Familie und seinen engen Angehörigen.“

Sportwelt noch immer geschockt

Die gesamte Sportwelt ist noch immer geschockt vom Verlust eines Freundes und Sportskameraden: Am Ruderleistungszentrum in Dortmund hängt die Fahne auf Halbmast. Auf dem Dortmund-Ems-Kanal hat sich Maximilian Reinelt auf seinen Olympiasieg 2012 und die beiden WM-Titel im Deutschlandachter vorbereitet.

Die Ruderer starteten am Dienstag wieder mit dem Training. „Der Tod unseres Kameraden und Freundes Maximilian Reinelt beschäftigt uns weiterhin. Wir sind schockiert und traurig. Trotzdem haben wir heute wieder trainiert – auch Maximilian hätte das so gewollt“, schreiben sie auf Facebook: „Das Rudern war seine Leidenschaft und er rudert in unseren Herzen jetzt mit.“

Der gebürtige Ulmer, der seit Februar 2018 am Universitätsklinikum Ulm für Anästhesiologie als Assistenzarzt arbeitete, war im Ski-Urlaub in St. Moritz. Bei Langlaufen am Samstagnachmittag brach der 30-Jährige auf Höhe der Olympiaschanze zusammen. Die genaue Todesursache ist noch unklar. Das Obduktionsergebnis steht noch aus.

Ruderer Max Reinelt trägt sich ins Goldene Buch ein
Für seine Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2016 darf sich Maximilian Reinelt ins Goldene Buch der Stadt Ulm eintragen.
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