Tödlicher Unfall auf A8: Ermittlungen gegen Verursacher

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Das Fahrzeug am Unfallort auf der A8 zwischen Ulm-Ost und Elchingen.
Das Fahrzeug am Unfallort auf der A8 zwischen Ulm-Ost und Elchingen. (Foto: Thomas Heckmann)
Schwäbische Zeitung

Bei einem schweren Verkehrsunfall am Donnerstagabend ist eine  52-jährige Frau auf der A8 zwischen den Ausfahrten Ulm-Elchingen und Ulm-Ost  tödlich verunglückt.

Ein 52-jähriger Mann aus Ulm-Elchingen war laut Polizei bei dichtem Nebel mit zu hoher Geschwindigkeit in Richtung Stuttgart unterwegs. Bei einer Sichtweite von etwa 100 Metern überholte er auf der linken Spur, kam ins Schleudern und fuhr in die Mittelleitplanke. Von dort schleuderte das Fahrzeug nach rechts  zurück auf die Fahrbahn. Eine 52-jährige Fahrerin aus Neu-Ulm konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und stieß mit dem Auto zusammen. Dabei wurde die Frau schwer verletzt.

Reanimierung erfolglos

Die Rettungskräfte versuchten  laut Polizei die 52-Jährige am Unfallort zu reanimieren - jedoch ohne Erfolg. Die Frau verstarb noch an der Unfallstelle. Ihre Beifahrerin wurde, ebenso wie der Unfallverursacher, leicht verletzt.

Wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte, habe der Unfallverursacher wenige Meter zuvor einen weiteren Unfall verursacht und sich von diesem unerlaubt entfernt. Dabei war er auf dem linken der beiden Fahrstreifen einem mit etwa 110 km/h fahrenden Kleintransporter ins Heck gekracht. Dessen Fahrer hielt nach dem Unfall an und verständigte die Polizei.

Ermittlungen eingeleitet

Die Autobahn war nach Polizeiangaben in beide Fahrtrichtungen komplett blockiert, weil auch von der Gegenspur Ersthelfer zur Unfallstelle kamen. Es bildete sich ein Rückstau von mehreren Kilometern. Durch die Autobahnmeisterei wurde der Verkehr bereits ab dem Kreuz Ulm Elchingen beziehungsweise auf der Gegenspur ab Ulm West abgeleitet. 

Die Staatsanwaltschaft ordnete die Sicherstellung der Unfallfahrzeuge, die Zuziehung eines Sachverständigen sowie Maßnahmen zur Klärung der Fahrtauglichkeit des Unfallverursachers an. Der Unfall fand im noch nicht ausgebauten Streckenabschnitt der A 8 statt. An den beiden Unfallstellen ist die Autobahn noch 2-streifig, ohne Seitenstreifen, gebaut.

Gegen den Unfallverursacher werden Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung, Gefährdung des Straßenverkehrs sowie unerlaubtem Entfernen von der Unfallstelle geführt.

Zeugen, die möglicherweise ebenfalls im Vorfeld des Unfalls von dem Mercedes-Fahrer gefährdet wurden, werden gebeten sich mit der Autobahnpolizei Günzburg unter Telefon 08221 / 919-311 in Verbindung zu setzen.

 

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