Streiks verursachen lange Wartezeiten und Bus-Ausfälle

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Fahrgäste wie hier in der Neuen Mitte in Ulm mussten am Mittwoch wegen des Verdi-Streiks teils lange Wartezeiten in Kauf nehmen
Fahrgäste wie hier in der Neuen Mitte in Ulm mussten am Mittwoch wegen des Verdi-Streiks teils lange Wartezeiten in Kauf nehmen, einige Linien fielen komplett aus. (Foto: Alexander Kaya)

Bereits bei den zurückliegenden Streikwellen sei sie von der Zahl der Streikteilnehmer in Ulm und der Umgebung überrascht gewesen, sagte Maria Winkler, Verdi-Geschäftsführerin für Ostwürttemberg-Ulm, unserer Zeitung. Am Mittwoch legten nach ihren Angaben alle 210 Beschäftigen von SWU Verkehr und Schwaben Mobil die Arbeit wieder – nur Busse von Subunternehmen waren unterwegs. Fahrgäste in Ulm mussten teils lange Wartezeiten in Kauf nehmen, einige Linien fielen komplett aus.

Am Donnerstag werden weitere Betriebe bestreikt, bei der Kundgebung am Münsterplatz erwartet die Gewerkschafterin rund 2000 Teilnehmer.

Am Mittwoch haben Oberbürgermeister Gunter Czisch und Verdi-Bezirksgeschäftsführerin Maria Winkler für den städtischen Kita-Bereich eine für den laufenden Tarifkonflikt geltende „Notdienstvereinbarung“ unterzeichnet, um die Auswirkungen des Streiks für Eltern und Kinder zu reduzieren.

Die Vereinbarung sieht vor, dass an Streiktagen von Montag bis Donnerstag in jedem der fünf städtischen Sozialräume eine Kita für jeweils bis zu 40 Kinder geöffnet bleiben kann und entsprechend Fachpersonal vor Ort ist, so dass insgesamt 200 Plätze für Kinder angeboten werden können, deren Eltern keine andere Betreuungsmöglichkeit haben. Der heutige Warnstreiktag ist davon ausgenommen: „Es wird keine Kita-Notgruppen geben, die Einrichtungen bleiben geschlossen“, betont eine Sprecherin der Stadt Ulm.

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