Städte an Donau und Iller erwarten Hochwasser

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In Neu-Ulm werden Vorbereitungen gegen das erwartete Donau-Hochwasser getroffen.
In Neu-Ulm werden Vorbereitungen gegen das erwartete Donau-Hochwasser getroffen. (Foto: Thomas Heckmann)

Das Sturmtief Burglind ist weitergezogen, doch die Wetterkapriolen gehen weiter: Nun drohen Hochwasser in der Region. Erste Schutzwände sind in verschiedenen Kommunen bereits aufgebaut worden.

Wie Wolfgang Höppler, Fachbereichsleiter für Sicherheitsrecht, Brand- und Katastrophenschutz im Landratsamt Neu-Ulm, am gestrigen Donnerstag auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt, werde an der Iller die Meldestufe drei – das ist bei dem Fluss zugleich die höchste – voraussichtlich am heutigen Freitagvormittag überschritten. Zu diesem Zeitpunkt wird auch der Scheitel der Hochwasserwelle erwartet.

Die Stadt Neu-Ulm hat zusammen mit Feuerwehr und Polizei folgende Schutzmaßnahmen beschlossen: Verkehrssperrungen beim Silberwald sowie bei den Radwegen Iller-Donau wurden eingerichtet, außerdem wurden rund um das Donaubad und die Eishalle Hochwasserelemente in die Lücken des vorhandenen Damms eingesetzt.

Zudem wurde bereits am Donnerstagabend der Parkplatz des Donaubads und der Eislaufanlage gesperrt, beide Einrichtungen bleiben am heutigen Freitag geschlossen. Höppler rechnet nicht damit, dass die Hochwasserelemente an weiteren Stellen entlang der Donau angebracht werden müssen: Laut Prognose wird bei dem Fluss, der vier Meldestufen hat, die dritte Stufe nicht überschritten.

Die Städte Ulm und Neu-Ulm haben Bürger und Betriebe am Donnerstag dazu aufgerufen, „Maßnahmen zum Schutz ihres Eigentums“ zu treffen – denn es sei mit einer „Hochwasserlage“ zu rechnen. Die Vorhersagen seien vergleichbar mit der Lage im Jahr 2013.

Besonders gefährdet seien in Neu-Ulm die Bereiche Koppenwörth, Kaltwässerle, Warmwässerle, Donaubad und Silberwald, sowie in Ulm die Gebiete Wiblingen, Donautal und Fischerviertel. Vereinzelt kann es wegen Überschwemmung zu Straßensperrungen kommen.

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