Spendenaktion für verunglückten Biker: Jetzt ermittelt die Polizei wegen Betrugs

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Spendenaktion nach Motorradunfall abgebrochen
Nachdem seit Freitag von einer Bürgerinitiative Spenden gesammelt wurden, wurde diese am Sonntag nach einem Treffen zwischen den Sammlern und der Familie abgebrochen.
Schwäbische Zeitung

Bei der Ulmer Polizei ist nach der abgebrochenen Spendenaktion für die Familie eines verunglückten Motorradfahrers eine Anzeige wegen Spendenbetrugs eingegangen. Wie eine Sprecherin auf Nachfrage mitteilte, werden nun Ermittlungen aufgenommen.

Wie berichtet, war ein 20-jähriger Rumäne in der Nacht auf Donnerstag am Ulmer Bismarckring mit seinem Motorrad tödlich verunglückt. Der Dornstadter Raul Hesser hatte daraufhin eine Sammelaktion gestartet, um den Transport des Leichnams nach Rumänien zu bezahlen. Die Familie selbst fehlte das Geld.

Bei der geplanten Übergabe kam es zum Streit zwischen dem Initiator und Freunden des Toten. Die Aktion wurde abgebrochen.

Hesser versprach, allen Spenden ihr Geld zurückzugeben. Nachweise für entsprechende Überweisungen liegen unserer Zeitung vor. In einer Nachricht, die Hesser auf Facebook an die Unterstützer verschickt hat, erklärt er seinen Wunsch zu helfen und den Ablauf der gescheiterten Übergabe. Hesser macht den Freunden des Toten den Vorwurf, diese seien nur auf das Geld ausgewesen und hätten sich nicht einmal für den Einsatz bedankt. Er schreibt auch, dass ihn ein Unbekannter massiv bedroht habe.

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