So sieht neuer Eckbaustein an Ulmer Bahnhofstraße aus

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So soll das neue Haus an der Bahnhofstraße 13 nach einem Entwurf des Architektenbüros Nething aussehen.
So soll das neue Haus an der Bahnhofstraße 13 nach einem Entwurf des Architektenbüros Nething aussehen. (Foto: Helmstädter)
Oliver Helmstädter

Wenn die Sedelhöfe in einem Jahr in neustem Glanz erstrahlen, soll die gegenüberliegende Bahnhofstraße dem nicht nachstehen: Einstimmig segnete der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung den Bebauungsplan für einen Neubau ab. „Ein sehr schönes, wichtiges Projekt“, sagte Peter Rimmele, der Abteilung Städtebau und Baurecht. Apotheker Alfred Rohmer, der im Erdgeschoss die „Neue Apotheke“ führt, will den Nachkriegsbau abreißen lassen und hier einen neuen Eckbaustein zwischen Bahnhofstraße und der Abzweigung in Richtung Parkhaus Deutschhaus errichten.

Das ist eine große, optische Aufwertung.

Peter Rimmele, Abteilung Städtebau Ulm

An der „Neuen Apotheke“ knickt die Bahnhofstraße ab. Diesen Richtungswechsel soll das geplante Gebäude mit einer Backsteinfassade optisch verdeutlichen. „Das ist eine große, optische Aufwertung“, sagte Rimmele. Es soll wie eine Art Keil mit gekappter Spitze aussehen. Bislang ist das Haus deutlich niedriger als die benachbarte Südwestbank-Filiale. Nach derzeitiger Planung wird im Erdgeschoss des Hauses wieder eine Apotheke einziehen, nun mit einer Handelsfläche von insgesamt 128 Quadratmetern. Darüber liegen Lager- und Büroräume für die Apotheke. Im zweiten bis vierten Obergeschoss sind Arztpraxen vorgesehen. Das oberste Geschoss ist einer Wohnnutzung vorbehalten.

Von Winning, der Baubürgermeister, sprach von einer „riesen Verbeugung“ vor dem Investor. Denn wirtschaftlich sei das über 24 Meter hohe Millionenprojekt aufgrund der kleinen Grundfläche kaum refinanzierbar. Finanziell die größte Herausforderung ist aus Sicht des Baubürgermeisters der Verdienstausfall der Apotheke, wenn die mit Beginn der Bauarbeiten im kommenden Jahr für vermutlich anderthalb Jahre dicht gemacht wird.

Eine Anfrage des Apothekers vorübergehend in den McDonald’s-Conatiner zu ziehen, sei abgelehnt worden. Denn sämtliche Händler seien froh, wenn das Ding weg ist. In der Diskussion sei nun noch ein Provisorium quasi hinter C&A.

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