So gedenkt Ulm dem 100. Geburtstag von Widerstandskämpfer Hans Scholl

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 Hans Scholl, Sophie Scholl und Christoph Probst (von links), die als Mitglieder der Münchner Widerstandsbewegung „Weiße Rose“
Hans Scholl, Sophie Scholl und Christoph Probst (von links), die als Mitglieder der Münchner Widerstandsbewegung „Weiße Rose“ mit anderen Mitgliedern dieses Ringes vom NS-Regime hingerichtet wurden. (Foto: dpa)
Schwäbische Zeitung

Anmeldung: Wer am Stadtrundgang teilnehmen will, muss sich bis spätestens heute, 21. September, 13 Uhr unter info@dzok-ulm.de oder Telefon 0731/21312 anmelden.

Hans Scholl steht in der Wahrnehmung oft etwas im Schatten seiner jüngeren Schwester Sophie – über sie sind weit mehr Biografien geschrieben worden. Nun gibt es ein Theaterstück über Hans – das weltweit erste, wie die Theaterwerkstatt Ulm mitteilt. Die Künstler spielen anlässlich des 100. Geburtstag des Widerstandskämpfers am Samstag, 22. September, um 20 Uhr die Premiere des Stücks „Es lebe die Freiheit“. Elvira Lauscher, Jörg Neugebauer und Thomas Laengerer haben neun Szenen über Hans Scholl geschrieben, die im Wechsel mit Sequenzen aus Bertolt Brechts „Furcht und Elend des Dritten Reiches“ gezeigt werden. Für die Aufführung im der Theaterwerkstatt (Donaubastion, Schillerstraße 1), gibt es noch Karten.

Das Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg (DZOK) und die Volkshochschule erinnern gemeinsam an Hans Scholl. DZOK-Leiterin Nicola Wenge bietet am Samstag, 22. September, einen Stadtrundgang zur Weißen Rose und zur Familie Scholl durch Ulm an. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von Hans und Sophie Scholl von überzeugten HJ-Funktionären zu kritischen Regimegegnern, die ihre Haltung in studentischen Widerstand übersetzten. Treffpunkt ist um 15 Uhr im Foyer des Einsteinhauses. Die Führung kostet 5 Euro.

Im Anschluss, ab 16.30 Uhr, spricht vh-Chefin Dagmar Engels im Club Orange des Einsteinhauses über das Thema „vh, HfG und mehr“. Im Vortrag, an den sich ein Gespräch anschließt, geht es um die Rezeption der Weißen Rose. Die Gruppe wurde im Nachkriegsdeutschland bekannt, weil die überlebende Schwester Inge Aicher-Scholl ihr Leben ganz in den Dienst der Erinnerung an ihre Geschwister stellte. So schrieb sie früh ein Buch, gründete vh und HfG zum „Gedenken an die Gemordeten“ und trat bei vielen Gelegenheiten als Verwalterin des Vermächtnisses auf.

Anmeldung: Wer am Stadtrundgang teilnehmen will, muss sich bis spätestens heute, 21. September, 13 Uhr unter info@dzok-ulm.de oder Telefon 0731/21312 anmelden.

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