„Sind sonst nicht überlebensfähig“: Busunternehmer richtet dramatischen Appell an die Eltern

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 Busunternehmen sehen sich durch Corona und wegfallende Schülerfahrten in der Bedrängnis.
Busunternehmen sehen sich durch Corona und wegfallende Schülerfahrten in der Bedrängnis. (Foto: Alexander Kaya)
Schwäbische Zeitung

Der Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus verändert auch die Lage im öffentlichen Personennahverkehr ständig.

Die Verkehrsunternehmen im Ding-Gebiet (Donau-Iller-Nahverkehrsverbund) fahren nach dem Fahrplan wie in Schulferien – Ausnahme: im Stadtgebiet Ulm/Neu-Ulm gilt der Samstagsfahrplan, ergänzt durch zusätzliche Fahrten zur Hauptverkehrszeit.

Auch der Schienenverkehr unterliegt Einschränkungen – bitte dazu die aktuellen Fahrpläne unter www.bahn.de oder der App DB Navigator beachten.

Rufbus-Angebote (MobilSAM, Pfiffibus, Spätbus Ehingen) werden derzeit aufrechterhalten.

Vom Verbot der Gruppenbildung über zwei Personen ist das Warten an Haltestellen und die Nutzung von Bus und Bahn zwar nicht erfasst, dennoch gelte das Einhalten des Abstands von 1,5 Metern und die Beachtung der allgemeinen Hygienevorschriften.

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Das Personal von Kliniken und Rettungsdiensten wird in den kommenden Tagen so viel gefordert sein wie nie. Für sie gibt es in Ulm jetzt kostenlose Mahlzeiten. Die Helfer werden im Foyer der Messe Ulm die ganze Woche über versorgt.

Gleichzeitig versuchen die Busunternehmen, möglichst große Fahrzeuge einzusetzen, damit auch in den Fahrzeugen das Abstandsgebot eingehalten werden kann.

Durch die Schließung der Schulen entfallen die schulnotwendigen Fahrten zunächst bis zum Ende der Osterferien. April-Schülermonatskarten können fristgemäß bis zum 30. März im Schulsekretariat abgegeben (sofern geöffnet) oder postalisch (möglichst per Einwurf-Einschreiben) an die jeweilige Ausgabestelle versandt werden.

Weil durch die Rückgabe von Schülermonatskarten für April Einnahmen entfallen, die für viele Verkehrsunternehmen im ländlichen Raum die Existenzgrundlage seien, appelliert Eckhart Werner, Geschäftsführer der Donau-Iller-Bus GmbH, einem Zusammenschluss der privaten baden-württembergischen Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund Ding, an die Eltern:

„Bitte geben Sie die Schülermonatskarten für den Monat April, und auch die folgenden Monate, nicht zurück, selbst wenn die Schulen geschlossen bleiben. Damit zeigen Sie Solidarität gegenüber Ihrem lokalen Verkehrsunternehmen, das sonst in seiner Existenz gefährdet ist. Bitte denken Sie daran, dass uns als Verkehrsunternehmen auch der Anteil des Landratsamts wegfällt, wenn Sie die Schülermonatskarten zurückgeben und Sie sich dadurch den Eigenanteil sparen. Denn ohne Einnahmen aus dem Schülerverkehr sind wir alle nicht überlebensfähig. Vielen Dank.“

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