Sido und Gravestone kommen nach Weißenhorn

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 Der Rapper Sido kommt 2020 nach Weißenhorn.
Der Rapper Sido kommt 2020 nach Weißenhorn. (Foto: Devin Sancakli)
Christoph Lotter

Das Programm für das zweite Open-Air in Weißenhorn steht: Der Rapper Sido kommt am Samstag, 27. Juni, in den Stadtpark. Tags zuvor werden Lokalmatadoren auf der Bühne stehen: die Illertaler Heavy-Metal-Band Gravestone. Das bestätigte die Stadt auf Nachfrage. Die Verträge mit den Künstlern seien bereits unterschrieben. Karten gibt es ab sofort zu kaufen.

Rund 2800 Besucher waren es im vergangenen Jahr bei der Premiere des Festivals mit Schmidbauer, Kälberer und Pollina sowie Culcha Candela insgesamt. Ein voller Erfolg, auch aus finanzieller Sicht, wie Volker Drastik vom Kulturbüro der Stadt im Anschluss resümierte. Für die Neuauflage des Open-Airs muss die Stadt aber wohl viel Geld vorschießen. Denn Sido, mit bürgerlichem Namen Paul Hartmut Würdig, ist einer der erfolgreichsten deutschen Musiker.

Erfolgreich in den Charts

Sein aktuelles Album „Ich & keine Maske“ stieg im September direkt auf Nummer eins in die deutschen Albumcharts ein – und es ist nicht sein erstes Nummer-eins-Album. Bekannt ist der Hip-Hop-Musiker zudem als Jurymitglied der Fernsehsendung „Voice of Germany“. Holprig war allerdings der Karrierestart.

Songs über anrüchige sexuelle Praktiken und zwei Alben, die die Bundesprüfstelle auf den Index setzte, gehören zur Geschichte Sidos. Der Künstlername steht nach Angaben des Berliner Rappers übrigens für „super intelligentes Drogen-Opfer“. Um Drogen, Sex und Gewalt drehten sich zu Zeiten, als der heute 39-Jährige mit Maske auftrat, auch viele seiner Songs, etwa „Mein Block“. Das hat sich geändert. In seinem neuen Album sind die Texte familientauglich und auch die Maske ist offenbar Geschichte.

Einen deutlichen Kontrast zu Sidos Deutschrap bietet der zweite Act: die Heavy-Metal-Band Gravestone aus dem Illertal. In den 80ern gehörte sie mit zur Speerspitze deutscher Metal-Bands und spielte europaweit Konzerte.

Wieder unter dem alten Namen

Als sich die Band in 48 Crash umbenannte, ging es dahin. Nach mehr als 30-jähriger musikalischer Abstinenz haben die fünf Musiker im Frühjahr ein überraschendes Comeback unter altem Namen gegeben. Und das kam verdammt gut an: Die beiden Auftritte in diesem Jahr waren ausverkauft, die Nachfrage der Fans ist gewaltig. Deshalb suchten Gravestone nach einem entsprechend großen Platz für ein Heimspiel im kommenden Jahr, zu dem 1000 bis 1500 Fans kommen können – den hat die Band nun in Weißenhorn gefunden. Am Freitag, 26. Juni, rocken Gravestone den Stadtpark. Voraussichtlich sind noch zwei weitere Bands dabei, wer das ist, steht noch nicht fest.

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