Sechs Ukrainer kommen ins BWK

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. Sechs Verletzte aus der Ukraine werden am Mittwochabend im Ulmer Bundeswehrkrankenhaus (BWK) erwartet. Sie gehören zu einer Gruppe von 24 Ukrainern, die bei den Protesten auf dem Maidan in Kiew schwer verletzt wurden und auf Betreiben des Auswärtigen Amtes zur Behandlung nach Deutschland geflogen werden.

Das BWK hat nach Angaben seines Pressesprechers, Oberfeldarzt Gerd Kremers, alle Vorbereitungen zur Aufnahme der Patienten abgeschlossen. Am Mittwochmorgen fliegt ein speziell ausgestatteter Airbus der Bundeswehr nach Kiew, in ihm können auch Schwerverletzte mit dem gleichen Standard wie in einer Intensivstation während dem Flug versorgt werden.

Das Flugzeug soll gegen 15 Uhr in Berlin-Tegel landen, von dort geht der Flug dann weiter nach Stuttgart und Köln. Die Ankunft der sechs Schwerverletzten auf dem Flughafen Stuttgart ist für 18 Uhr geplant. Der Konvoi der Rettungsfahrzeuge mit den sechs Verletzten wird dann gegen 20 Uhr das Bundeswehrkrankenhaus auf dem Oberen Eselsberg erreichen.

Dort stehen Betten und Ärzte bereit, um die Verletzten nochmals zu untersuchen und dann durch die Spezialisten zu behandeln. Nach bisherigen Informationen aus Kiew handelt es sich bei den Verletzungen um schwere Schussverletzungen im Kopfbereich und Augenverletzungen. Für einen ungestörten Aufenthalt im BWK wurde ein besonderer Bereich für die Ukrainer reserviert.

Im vergangenen April wurden bereits acht syrische Bürgerkriegsopfer erfolgreich im BWK behandelt. Die Erfahrungen der Ulmer Bundeswehr-Ärzte aus ihren Einsätze in den Krisengebieten kamen ihnen dabei zugute, daher sind die Ulmer Spezialisten auch dieses Mal wieder gemeinsam mit anderen Bundeswehrkrankenhäusern und der Berliner Charité die erste Wahl der Bundesregierung bei der humanitären Hilfe.

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