Sechs Spieler verlassen im Sommer die Ulmer Spatzen

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 Alper Bagceci, Luigi Campagna und Thomas Rathgeber (von rechts) werden die Spatzen verlassen. Marcel Schmitts Vertrag läuft bis
Alper Bagceci, Luigi Campagna und Thomas Rathgeber (von rechts) werden die Spatzen verlassen. Marcel Schmitts Vertrag läuft bis Ende Juni. Ob er bleiben wird, ist noch nicht bekannt. (Foto: Archiv: Horst Hörger)
Gideon Ötinger

Neigt sich eine Fußball-Saison dem Ende entgegen, ist es ein alt bekanntes Phänomen, dass das Interesse an sportlichen Themen stark zurückgeht und die Spekulationen beginnen. Wer geht? Wer kommt? Wer verlängert seinen Vertrag?

Ulms Regionalliga-Trainer Holger Bachthaler kennt das Prozedere. Eigentlich stehen noch drei Spiele für die Ulmer in dieser Saison an – zwei Ligapartien und das Finale im WFV-Pokal – doch in der Pressekonferenz am Donnerstag vor dem Ligaspiel gegen Stadtallendorf am Samstag, 11. Mai, 14 Uhr, im Ulmer Donaustadion ging es fast ausschließlich um Personalien.

In Sachen Zugänge hielt sich Holger Bachthaler noch bedeckt. Bislang seien zwei Spieler fix, die in der kommenden Saison an die Donau wechseln werden. Wer die beiden sind, gab der Spatzen-Trainer aus Rücksicht auf deren aktuelle Teams allerdings nicht preis. So rückte dann bei der Pressekonferenz doch noch die Partie gegen Eintracht Stadtallendorf in den Fokus.

Sechs Abgänge stehen fest

Denn die Begegnung markiert das letzte Heimspiel der Ulmer Spatzen in der Regionalliga-Saison 2018/19 – und das ist traditionell der Termin für Verabschiedungen. Bei sechs Spielern steht aktuell fest, dass sie nach dieser Spielzeit gehen werden: Marcel Schmitt, David Kammerbauer, Luigi Campagna, Tino Bradara und, das gab Bachthaler am Donnerstag bekannt, auch die beiden Routiniers Thomas Rathgeber und Alper Bagceci.

Rathgeber und Bagceci spielten in dieser Saison kaum eine Rolle, ihr Abschied hatte sich schon vor längerer Zeit angedeutet. Die beiden spielten schon in der Ulmer Jugend zusammen, schafften dann den Sprung zum Profi (Rathgeber packte es sogar bis in die Bundesliga) und kehrten später zu den Spatzen zurück. Dass sie zuletzt nur wenig Einsatzzeit bekommen hatten, stand exemplarisch für den Wandel beim SSV Ulm 1846 Fußball, dessen Plan es ist, junge Spieler zu entwickeln und so eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen. Da passten Rathgeber (34 Jahre) und Bagceci (35) nicht mehr ins Konzept.

Anders als Tino Bradara. Den 21-Jährigen hätten die Ulmer gern gehalten, doch „er hat keine sportliche Zukunft bei uns gesehen“, sagte Trainer Holger Bachthaler über den Außenverteidiger. Spielen wird Tino Bradara am Samstag gegen den Tabellenvorletzten Eintracht Stadtallendorf allerdings nicht. Er ist verletzt. Auch David Braig, Aron Viventi sowie die Langzeitverletzten Johannes Reichert, Michael Schindele und Christian Ortag werden im letzten Heimspiel der Spatzen in dieser Saison nicht auf dem Platz stehen können.

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