Sechs Schwerverletzte nach Doppel-Unfall auf A8

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Ein völlig zerstörtes Auto mit offenen Türen und Blut auf der Straße
Bei zwei schweren Unfällen auf der A8 werden sechs Menschen schwer verletzt. (Foto: Heckmann)
Thomas Heckmann

Drei zusammenhängende Unfälle am Mittwochabend forderten bei Ulm und Dornstadt sechs Schwerverletzte, einer davon wurde lebensgefährlich verletzt.

Nach einem Auffahrunfall ohne Verletzte gegen 19.10 Uhr auf der A8 bildete sich ein Rückstau.

Eine Stunde nach dem ersten Unfall ereignete sich vier Kilometer weiter hinten am Stauende ein weiterer schwerer Auffahrunfall mit drei Lastwagen und einem Pkw.

Eine weitere halbe Stunde später krachte ein Kleintransporter in das Stauende weitere zwei Kilometer weiter hinten. Dabei wurde der Fahrer lebensgefährlich verletzt. Die Autobahn musste bis nach Mitternacht voll gesperrt werden, um die Verletzten zu versorgen und die Unfallstellen zu räumen. 

Erklärvideo: So funktioniert die Rettungsgasse

Beim ersten kleineren Unfall auf Höhe des Ulmer Containerbahnhofs waren zwei Kleintransporter aufeinander gefahren. Die alarmierte Feuerwehr und der Rettungsdienst wurden von der Polizei abbestellt, da es keine Verletzten gab. Die Unfallstelle liegt in der Baustelle für den dreistreifigen Ausbau der Autobahn, daher bildete sich schnell ein größerer Rückstau. 

Eine Stunde nach dem ersten Unfall wurde der zweite Unfall am Stauende auf Höhe des Dornstadter Ortsteils Tomerdingen verursacht. Nach ersten Informationen der Polizei waren daran drei Lkw und ein Pkw beteiligt.

Ein 35-jähriger Kleintransporterfahrer rammte auf der rechten der drei Fahrspuren einen vor sich fahrenden Pkw und schob ihn etwa 50 Meter vor sich her bis auf einen bereits stehenden Kleintransporter. Dieser Kleintransporter wurde bis auf die linke Fahrspur gestoßen. Der Pkw wurde dann noch gegen einen weiteren stehenden Lkw geschoben.

Fünf Schwerverletzte im Pkw

Fünf Schwerverletzte im Pkw waren die Folge. Rettungsdienst und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Die Autofahrer hinter der Unfallstelle konnten geschickt um die Unfallstelle herumfahren, denn eine Betriebsausfahrt führt direkt neben der Unfallstelle vorbei. Der Sachschaden wird auf zirka 22.000 Euro geschätzt.

Noch während die Rettungsarbeiten liefen, ereignete sich gegen 20.40 Uhr rund zwei Kilometer weiter hinten der nächste, dritte Auffahrunfall am Stauende.

Dabei prallte ein 31-jähriger Autofahrer mit seinem Kleintransporter nahezu ungebremst in das Heck eines am stauende wartenden Sattelzuges. Der Sattelauflieger vor ihm bohrte sich durch das komplette Führerhaus.

Rettungshubschrauber im Einsatz

Die Feuerwehr Dornstadt war schon beim zweiten Auffahrunfall gemeinsam mit den Feuerwehren aus Ulm und Merklingen im Einsatz und verlegte dann in Teilen zur hinteren Unfallstelle, um den schwerverletzten Fahrer mit Rettungsspreizer und hydraulischer Schere aus den Trümmern zu befreien. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. 

Der Sachschaden wird hier auf zirka 20.000 Euro geschätzt. Der Sattelzug hatte 24 Tonnen Mineralwasser geladen. Nur wenige Flaschen davon gingen laut Polizei zu Bruch.

Bei allen Unfällen warnte die elektronische Verkehrsbeeinflussungsanlage über Schilderbrücken rechtzeitig vor dem Stau auf der übersichtlichen dreispurigen Autobahn. Der Unfallaufnahmedienst der Verkehrspolizei Mühlhausen ermittelt nun die Unfallursachen. Ein Polizeihubschrauber fertigte Luftbilder und überwachte die Verkehrslage.

Bis zur Bergung der Unfallfahrzeuge musste die Autobahn mehrere Stunden voll gesperrt werden, der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Merklingen ausgeleitet. 

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