Schulbus geht in Flammen auf: Ursache ist weiter unklar

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 Während der Fahrt von Betlinshausen nach Bellenberg (Landkreis Neu-Ulm) dringt plötzlich schwarzer Qualm aus einem Bus.
Während der Fahrt von Betlinshausen nach Bellenberg (Landkreis Neu-Ulm) dringt plötzlich schwarzer Qualm aus einem Bus. (Foto: Ralf Zwiebler)
Jens carsten

Nach dem Brand eines Schulbusses am Mittwoch bei Illertissen bleibt die Ursache unklar. Die Polizei habe keine Hinweise auf Mängel an dem Fahrzeug gefunden, sagte Alexander Kurfürst der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Illertissen auf Anfrage unserer Redaktion. Die Sicherheitsbestimmungen seien eingehalten worden, das habe eine Überprüfung ergeben. Wie Autos müssten auch Busse regelmäßig untersucht werden, um am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen. „Da war alles ordnungsgemäß“, sagt Kurfürst. Man gehe davon aus, dass ein technischer Defekt das Feuer verursacht hat.

Solche Vorfälle seien nie ganz auszuschließen, immerhin arbeiteten Verbrennungsmotoren mit gefährlichen Stoffen und Hitze. „Da kann es leider zu solchen Situationen kommen“, sagt Kurfürst, der froh ist, dass bei dem Feuer in dem Bus niemand verletzt worden ist.

Wie berichtet, war das Fahrzeug am Mittwochmittag auf dem Weg von Betlinshausen nach Bellenberg plötzlich in Brand geraten. Die fünf Passagiere im Alter zwischen 15 und 20 Jahren blieben unversehrt, wohl auch dank der beherzten Reaktion des Fahrers: Er sah Rauch aus dem Motorraum im Heck aufsteigen, stoppte und wies die Insassen an, den Bus zu zu verlassen. Aus sicherer Entfernung konnten sie beobachten, wie der Motorraum in Flammen aufging. Feuerwehrleute konnten den Bus zwar mit Schaum schnell löschen, der hintere Teil des Fahrzeugs brannte allerdings aus.

Ermittlungen schwierig

Weshalb das Feuer ausbrach, ist nicht bekannt, sagt Kurfürst. Die Ermittlungen gestalteten sich aufgrund der Schäden als schwierig. Es gebe aber keinerlei Hinweise auf ein Fehlverhalten. Dennoch würden die Befunde an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet, das sei ein üblicher Vorgang. Nach dem Brand diskutierten Leser auf der Facebook-Seite unserer Zeitung über das Alter des Busses. Dazu sagt Kurfürst: Auch ältere Fahrzeuge hätten Sicherheitsvorschriften zu erfüllen, was hier der Fall gewesen sei. Grundsätzlich liege das im Interesse jedes Busunternehmers. Wenn jemand mit einem unsicheren Fahrzeug unterwegs sei und einen Personenschaden verursache, könnten Schadensersatzforderungen in die Millionen gehen. „Das ist existenzbedrohend“, sagt Kurfürst.

Im Illertisser Rathaus geht man davon aus, dass die Schulbusse sicher und technisch einwandfrei sind, sagt Hauptamtsleiterin Kerstin Breymaier. „Wir hoffen natürlich, dass so etwas nicht wieder vorkommt und dass schnell ein Ersatz für den Bus beschafft werden kann.“ Die Stadt arbeite seit vielen Jahren gut mit dem Unternehmer zusammen. Zum Glück sei nichts Schlimmeres passiert, so Breymaier.

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