Sabrina Schatz

Das dürfte den Autofahrern einen gehörigen Schrecken eingejagt haben: Ein Pferd ist am Mittwochmorgen auf die A7 zwischen Vöhringen und Illertissen gerannt.

„Ich dachte zuerst, da ist ein Stau und habe versucht, für eine Rettungsgasse Platz zu machen“, schildert eine Augenzeugin gegenüber unserer Redaktion die Szene auf der Autobahn. „Doch dann sah ich das braune Pferd, das an der Mittelleitplanke entlang galoppierte und musste ihm ausweichen.“ Das Tier sei nur einen halben Meter an ihrem Auto vorbei gerannt, so die junge Frau, die gerade auf dem Weg zur Arbeit war.

Mehrere Streifenwagen vor Ort

Wie die Polizei auf Nachfrage mitteilt, ging die Meldung über das entlaufene Tier gegen 8.45 Uhr ein. Mehrere Streifenwagen fuhren daraufhin zu der Stelle auf der Autobahn. Der Verkehr wurde in Richtung Süden gedrosselt, teilweise sogar gesperrt.

Es habe eine „massive Gefahr“ bestanden – sowohl für Fahrzeugführer als auch für das Tier, so der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West.

Schließlich konnte das Pferd an der Anschlussstelle Illertissen eingefangen und vom Pferdehalter abtransportiert werden. Beim Einfangen trat das Tier gegen einen PKW und verursachte leichten Sachschaden. Das Pferd selbst erlitt durch die Aktion glücklicherweise nur leichte Blessuren und Schürfwunden.

Mehrere Einfangversuche scheiterten zunächst

Doch wie konnte überhaupt dazu kommen? Das Pferd, das von einer Koppel geführt wurde, riss sich plötzlich von seinem Begleiter los und galoppierte in Richtung Autobahn davon. Auch mehrere Einfangversuche des Besitzers scheiterten zunächst.

Das Pferd erinnerte sich laut Polizei auf seiner Flucht offensichtlich an sein Sprungtalent, übersprang den Wildschutzzaun zur dortigen Autobahn und trabte dann als „Geister-Pferd“ die Fahrbahn. 

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