Schneegestöber und Glatteis sorgen für Verkehrschaos rund um Ulm

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Dichtes Schneegestöber verlangt von Autofahrern am Sonntag große Konzentratioon – so wie hier auf der Allee bei Schwendi.
Viele Unfälle durch Glätte in Ulm: Am Mittwoch krachte es im Stadtgebiet und auf der Autobahn 8. Durch Staus kamen Streufahrzeuge erst spät an ihr Ziel.
Digital-Redakteur Alb-Donau-Kreis/Ulm

Schneegestöber und Glatteis haben am Mittwochabend ein Verkehrschaos rund um Ulm ausgelöst. Zahlreiche Straße in Ulm und um Ulm herum waren verstopft, die A8 musste zeitweise komplett gesperrt werden. Auch beim Bus- und Straßenbahnverkehr kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen. Einige Buslinien fielen über Stunden aus. Es kam laut Mitteilung der Polizeiauch zu mehreren Unfällen. Nur bei einem wurde ein Autofahrer leicht verletzt. 

Demnach kam es gegen 19.30 Uhr infolge der winterlichen Witterung zu starker Eisbildung auf den Straßen rund um Ulm und Neu-Ulm. Ein Schwerpunkt im Stadtgebiet Ulm bildete die Böfinger Steige. Dort hatten sich innerhalb kürzester Zeit fünf Verkehrsunfälle ereignet. Dies führte zu einer Vollsperrung der Steige. Verletzte gab es hier nicht. Der gesamte Blechschaden wird auf zirka 4200 Euro geschätzt. Es dauerte bis zirka 21 Uhr, bis eine Gasse für die Streufahrzeuge geräumt werden konnte. Kurze Zeit später zeigte das Salz seine Wirkung und der Verkehr konnte wieder fließen.

 Die Verkehrssituation rund um Ulm gegen 18.30 Uhr.
Die Verkehrssituation rund um Ulm gegen 18.30 Uhr. (Foto: Screenshot TomTom)

Auf der A8 zwischen den Anschlussstellen Ulm-Ost und Ulm-West zog sich die Verkehrsbehinderung in die Länge. Der Verkehr kam aufgrund der Eisbildung komplett zum Erliegen. Die Autobahn musste in der Zeit von 22.30 Uhr bis 23.30 Uhr komplett gesperrt werden, um den Streufahrzeugen die Arbeit zu ermöglichen. Auf dem Streckenabschnitt kam es zu insgesamt sechs Unfällen mit Blechschäden. Auch hier wurde niemand verletzt.

Den einzigen Verletzten gab es bei einem Unfall auf der A7. Wie das für den Landkreis Neu-Ulm zuständige Polizeipräsidium Schwaben Süd/West mitteilt, passierten zwischen 17.30 und 20 Uhr insgesamt sechs Unfälle auf der Autobahn wegen überfrierender Nässe. 

Die Unfallstellen lagen in beiden Fahrtrichtungen zwischen der Anschlussstelle Nersingen und dem Autobahndreieck Hittistetten. Die jeweiligen Fahrzeugführer gerieten aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit auf der glatten Fahrbahn ins Schleudern und prallten alleinbeteiligt gegen die Schutzplanken. Der verletzte Autofahrer wurde vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht. Der Gesamtschaden beläuft sich auf zirka 42 000 Euro. 

Kein Stau in Stuttgart

Anhand eines Routenplaners waren die Auswirkungen deutlich zu sehen. Besonders betroffen war demnach der Nordosten der Donaustadt sowie der nördliche Alb-Donau-Kreis. Andere Großstädte wie zum Beispiel Stuttgart waren zur selben Zeit nicht betroffen, liegen aber auch einige Höhenmeter tiefer als Ulm und Neu-Ulm.

Auf folgenden Strecken in Ulm ging es zwischenzeitlich kaum bis gar nicht voran:

  • Heidenheimer Straße
  • B19 ab der Heidenheimer Straße bis Seligweiler
  • Wielandstraße
  • Böfinger Straße
  • Böfinger Steige
  • Donau-Ufer-Straße von Ulm bis Thalfingen
  • Ludwig-Beck-Straße
  • Nordtangente zwischen Böfingen und Lehr
  • A8 zwischen Ulm-Ost und Ulm-West

 

 Die Verkehrssituation rund um Ulm gegen 18.30 Uhr.
Die Verkehrssituation rund um Ulm gegen 18.30 Uhr. (Foto: Screenshot TomTom)

Alb-Donau-Kreis:

  • Dornstadt
  • Beimerstetten
  • Westerstetten
  • Weidenstetten
  • Holzkirch
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