Bei der Enthüllung: (v.l.) Donaubad-Geschäftsführerin Sabine Gauß, Ulms OB Gunther Czisch, Künstler Uwe Köhle, Neu-Ulms OB Gero
Bei der Enthüllung: (v.l.) Donaubad-Geschäftsführerin Sabine Gauß, Ulms OB Gunther Czisch, Künstler Uwe Köhle, Neu-Ulms OB Gerold Noerenberg und Donaubad-Geschäftsführer Jochen Weis. (Foto: Köhle)

Seit neun Jahren ist der Schelklinger Uwe Köhle hauptberuflicher Holzkünstler. Am Mittwoch hat er nun sein größtes Kunstwerk enthüllt: Passend zum 60-jährigen Jubiläum des Donaubads Ulm/Neu-Ulm verwandelte er einen ebenfalls 60 Jahre alten Baum, der dort stand, wo derzeit der Orange Campus errichtet wird, zu einer Skulptur. Sechs Meter fasst der Stamm, der an seinem oberen Ende eine Gabelung hat.

„Der Energiebaum, wie ich ihn nenne, ist besonders, weil die beiden Stämme für die beiden Städte stehen. Einer für Ulm, der andere für Neu-Ulm“, erklärt Köhle. Sechs Meter fasst der Stamm, den der Künstler über sechs Wochen hinweg bearbeitet hat. Dazu waren nicht nur ein Kran im Einsatz, sondern auch andere Großfahrzeuge.

Die Idee, wie er später aussehen soll, hatte ich direkt

Uwe Köhle

„Der Baum an sich hatte am Anfang rund drei bis vier Tonnen“, sagt er. Es habe bei der Bearbeitung mit der Motorsäge und anschließend Feinwerkzeugen keine Komplikationen gegeben. „Die Idee, wie er später aussehen soll, hatte ich direkt“, sagt Köhle.

Prominenz beim Termin dabei

Bei der Enthüllung im Donaubad war reichlich Prominenz da: Unter den Gästen befanden sich neben den beiden Donaubad-Geschäftsführern Sabine Gauß und Jochen Weis, auch die beiden Oberbürgermeister Gunter Czisch (Ulm) und Gerold Noerenberg (Neu-Ulm).

Der Baum wurde bereits im vorigen Jahr gefällt, die Idee, ihn symbolisch auch als Erinnerung an den früheren Eingangsbereich des Donaubads weiterleben zu lassen, hatte der Donaubad-Chef Weis. Er sei, so sagt Köhle, auf den Künstler zugekommen, weil er dessen Arbeit kenne und schätze. Der Stamm, der naturbelassen bleibt, steht inmitten des Badareals. „Ringsum sollen noch Sitzbänke aufgestellt werden, quasi ein Stammbaumtisch“, sagt Köhle und lacht. Ein weiteres Zeichen, dass seine Kunst ankommt: Seine Baumskultpuren für Gunther von Hagens Körperwelten hätten die Besucher so überzeugt, dass sie weiterhin Bestandteil der bundesweiten Ausstellung bleiben, so der Schelklinger.

Treffpunkt verschiedener Generationen

Das Donaubad ist zentrales Element des Bade- und Freizeitangebots in der Doppelstadt an der Donau. Unterschiedliche Generationen trafen und treffen sich in der Freizeitanlage, die inzwischen neben dem Freibad auch das größte Erlebnisbad der Region samt großzügiger Saunalandschaft und eine Eissportanlage mit Eishalle und Freipiste umfasst.

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