Ruine am Petrusplatz droht die Zwangsversteigerung – Gläubiger kritisieren Sparkasse

Lesedauer: 5 Min
Direkt am Neu-Ulmer Petrusplatz gestaltete sich eine Kernsanierung des alten Geschäftshauses zu einem Wohn- und Geschäftshaus sc
Direkt am Neu-Ulmer Petrusplatz gestaltete sich eine Kernsanierung des alten Geschäftshauses zu einem Wohn- und Geschäftshaus schwieriger als erwartet. Statt zehn neuer Wohneinheiten, einer Büroetage und einem Ladengeschäft, handelte sich der Bauträger eine Pleite ein. (Foto: Alexander Kaya)
Oliver Helmstädter

März 2015 Nach 92 Jahren ist für das Neu-Ulmer Geschäft Betten Renftle am Petrusplatz Schluss. Das Gebäude soll weg - Bauunternehmer Günter Steinle kündigt an, das Gebäude dem Erdboden gleichmachen und dort einen Neubau hochziehen zu wollen, der sich architektonisch in die Nachbarschaft einpasst. Dann passiert Monate nichts.

Juli 2016 Am Gebäude wird gearbeitet. Ein Plakat wirbt für zehn „hochwertige Wohneinheiten“, einen Laden im Erdgeschoss und Büros.

August 2017 Steinle bestätigt auf Nachfrage, dass er auf eine Kernsanierung umgeschwenkt sei. Auf der Internetseite des Ulmer Immobilienmaklers Tentschert sind die Angebote zu finden: Eine Penthouse-Wohnung mit 186 Quadratmetern kostet 1,1 Millionen Euro, eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit 69 Quadratmetern ist für 324 000 Euro zu haben.

Juni 2018 Steinle Wohnbau droht die Zahlungsunfähigkeit. Die als Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) geführte Firma, vertreten durch Geschäftsführer Günter Steinle, stellt einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Zwei Projekte werden sofort gestoppt: der Umbau des ehemaligen Bettenhauses Renftle am Neu-Ulmer Petrusplatz und das Projekt Saalbau in Pfuhl.

Dezember 2018 Der Insolvenzverwalter findet keinen Investor. Die Sparkasse Ulm als größter Gläubiger soll nun mit einem Rettungserwerb einspringen. Eine Vertragsunterschrift ist aber noch nicht erfolgt.

Januar 2019 Bauunternehmer Steinle stirbt nach langer Krankheit im Alter von 77 Jahren. (heo)

Die Verhandlungen rund um das Ex-Renftle-Gebäude am Neu-Ulmer Petrusplatz stocken. Noch vor Pfingsten soll neues Gutachten vorliegen.

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März 2015 Nach 92 Jahren ist für das Neu-Ulmer Geschäft Betten Renftle am Petrusplatz Schluss. Das Gebäude soll weg - Bauunternehmer Günter Steinle kündigt an, das Gebäude dem Erdboden gleichmachen und dort einen Neubau hochziehen zu wollen, der sich architektonisch in die Nachbarschaft einpasst. Dann passiert Monate nichts.

Juli 2016 Am Gebäude wird gearbeitet. Ein Plakat wirbt für zehn „hochwertige Wohneinheiten“, einen Laden im Erdgeschoss und Büros.

August 2017 Steinle bestätigt auf Nachfrage, dass er auf eine Kernsanierung umgeschwenkt sei. Auf der Internetseite des Ulmer Immobilienmaklers Tentschert sind die Angebote zu finden: Eine Penthouse-Wohnung mit 186 Quadratmetern kostet 1,1 Millionen Euro, eine Zwei-Zimmer-Wohnung mit 69 Quadratmetern ist für 324 000 Euro zu haben.

Juni 2018 Steinle Wohnbau droht die Zahlungsunfähigkeit. Die als Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) geführte Firma, vertreten durch Geschäftsführer Günter Steinle, stellt einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Zwei Projekte werden sofort gestoppt: der Umbau des ehemaligen Bettenhauses Renftle am Neu-Ulmer Petrusplatz und das Projekt Saalbau in Pfuhl.

Dezember 2018 Der Insolvenzverwalter findet keinen Investor. Die Sparkasse Ulm als größter Gläubiger soll nun mit einem Rettungserwerb einspringen. Eine Vertragsunterschrift ist aber noch nicht erfolgt.

Januar 2019 Bauunternehmer Steinle stirbt nach langer Krankheit im Alter von 77 Jahren. (heo)

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