Rinderherde von Zug und Auto erfasst – mehrere Tiere sterben

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 Eine entflohene Rinderherde hat im Kreis Neu-Ulm für chaotische Szenen gesorgt.
Eine entflohene Rinderherde hat im Kreis Neu-Ulm für chaotische Szenen gesorgt. (Foto: dpa / Jens Büttner)
Schwäbische Zeitung

Eine entflohene Rinderherde hat in der Nacht vom Samstag auf Sonntag für chaotische Szenen gesorgt. Drei Rinder kamen bei Unfällen ums Leben. Die Herde mit 39 Tieren überquerte nach Angaben der Polizei in der Nacht auf Sonntag Bahngleise zwischen Witzighausen und Weißenhorn. Ein ankommender Zug erfasste zwei Rinder, sie waren nach dem Zusammenprall mit dem Zug tot. Am Zug selber entstand ein Sachschaden von 2000 Euro.

Die 40 Fahrgäste sowie auch der Zugführer blieben unverletzt. Die Bahnstrecke zwischen Senden und Weißenhorn musste für die Dauer des Einsatzes gesperrt werden. Die Polizei nimmt an, dass die Rinderherde nach dem Zugunfall in Richtung Staatsstraße 2019 flüchtete. Dabei kam es zu einem weiteren Vorfall.

Ein Rind lief einem Autofahrer auf der Straße in sein Auto. Am Wagen entstand wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von 7000 Euro. Der Fahrer blieb glücklicherweise unverletzt. Das Rind musste aufgrund seiner schweren Verletzungen durch den Besitzer von seinem Leiden erlöst werden. Derzeit sei unklar, wie die Rinder den Stall verlassen konnten.

Die Polizei untersucht jetzt, ob den Landwirt aus Witzighausen ein Verschulden trifft. Etwa, ob das Gatter schlecht gewartet war. Einen wirtschaftlichen Schaden hat der Landwirt ohnehin: Die Polizei gibt den Wert eines Tieres mit 1500 Euro an. Die Versicherung des Landwirts wird sich freilich den Stall auch ganz genau anschauen und prüfen, ob Fahrlässigkeit vorliegt. Hat der Landwirt nichts falsch gemacht, wird wohl seine Versicherung für Schäden aufkommen.

Die 36 überlebenden Tiere konnten nach Angaben der Polizei nach den Unfällen vom Landwirt problemlos in den Stall geführt werden, ein Einsatz der Feuerwehr sei nicht nötig gewesen.

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