Renitenter Jugendlicher verstößt erneut gegen Corona-Regeln

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 Die Polizei geht im Landkreis Neu-Ulm weiter gegen Verstöße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen vor.
Die Polizei geht im Landkreis Neu-Ulm weiter gegen Verstöße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen vor. (Foto: dpa / Karl-Josef Hildenbrand)
Schwäbische Zeitung

Die Polizei ist auch am Mittwoch im Landkreis Neu-Ulm gegen Verstöße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen vorgegangen. Die Behörden meldeten Fälle in Neu-Ulm, Weißenhorn und Holzheim.

Demnach seien im Laufe des Mittwochs in Neu-Ulm bei Kontrollen im Stadtgebiet wieder mehrere Personen festgestellt worden, die gegen die bestehende Allgemeinverfügung verstoßen haben.

Gegen 17.30 Uhr wurden ein 30-jähriger Mann und seine 35-jährige Begleiterin am Glacispark-Spielplatz biertrinkend auf einer Parkbank angetroffen. Sie gaben vor, ihren Hund auszuführen. Sie wurden wegen der Ordnungswidrigkeiten gegen die Allgemeinverfügung und verbotswidrigem Alkoholkonsum in der Grünanlage angezeigt.

Um 17.45 Uhr wurden zwei 16-jährige Jugendliche und ein 19-Jähriger in den Glacis-Anlagen auf einer Parkbank sitzend angetroffen. Sie konnten keine Rechtfertigung für die Zuwiderhandlung gegen die Allgemeinverfügung vorbringen.

Eine Polizeistreife stellte gegen 18 Uhr zwei Männer im Alter von 28 und 30 fest, die sich am Bahnhofsvorplatz ohne triftigen Grund aufhielten. Allen Personen wurde ein Platzverweis erteilt. Zudem erhalten sie eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

In Weißenhorn erreichte die Polizei am Mittwochabend gegen 17.30 Uhr der Hinweis eines Bürgers, dass sich vor dem Freibad mehrere Jugendliche versammelt hätten. Die eingesetzten Beamten konnten sodann fünf Personen im Alter von 17 bis 20 Jahren antreffen.

Unter diesen Jugendlichen befand sich auch jener Heranwachsender, der am vergangenen Donnerstagabend einem Polizeibeamten einen Kopfstoß versetzte, als ihn dieser bezüglich der Allgemeinverfügung und den damit verbundenen Regelungen sensibilisieren wollte.

Die fünf Personen standen dicht zusammen und konnten keinen triftigen Grund für das Verlassen ihrer Wohnungen angeben. Alle erhielten einen Platzverweis und wurden aufgefordert sich umgehend wieder in ihre Wohnung zu begeben. Jeder Einzelne der Gruppe erhält nun eine bußgeldbewährte Ordnungswidrigkeitenanzeige.

Nach Holzheim wurde eine Streife am Mittwochabend gegen 20 Uhr wegen eines Streits gerufen. Auslöser des Streits war ein privater Autokauf vor vier Wochen, den die beiden Käufer kurzfristig rückabwickeln wollten. Aus diesem Grund fuhren sie gemeinsam von Bibertal nach Holzheim.

Da die Verkäuferin den Autokauf nicht rückabwickeln wollte, gerieten die Parteien in einen Streit. Diesen konnten die Beamten schlichten.

Gegen die beiden Männer aus Bibertal, die ihre Wohnungen ohne triftigen Grund verlassen hatten, wurden Ordnungswidrigkeitenanzeigen erstattet.

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