Regionalligist Ulm: Auch die Heimpremiere glückt

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Ardian Morina (rechts) freut sich nach seinem 1:0-Treffer in der 26. Minute gegen TSG Balingen mit Steffen Kienle. Wenig später
Ardian Morina (rechts) freut sich nach seinem 1:0-Treffer in der 26. Minute gegen TSG Balingen mit Steffen Kienle. Wenig später sollte das 2:0 durch Nico Gutjahr fallen – die Entscheidung. (Foto: Horst Hörger)
Gideon Ötinger

SSV Ulm 1846 – TSG Balingen 2:0 (2:0). Ulm: Ortag - Reichert, Krebs (71. Kammerbauer), Stoll, Schindele - Campagna, Nierichlo, Morina (85. Rathgeber), Gutjahr - Lux, Kienle (69. Beck).

Der Ball rollt wieder im Ulmer Donaustadion. Zum ersten Heimspiel der Saison 2018/2019 an Spieltag zwei der Fußball-Regionalliga Südwest kam Aufsteiger TSG Balingen an die Donau. „Kein Selbstläufer“, so war es vor dem Anpfiff immer wieder zu hören. Entsprechend engagiert ging es der SSV Ulm 1846 Fußball an. Am Ende gewannen die Spatzen gegen teils gut spielende Balinger mit 2:0 (2:0). Die Ulmer Tore erzielten Ardian Morina (26.) und Nico Gutjahr (37.).

Für nur eine Veränderung im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen Waldhof Mannheim entschied sich SSV-Trainer Holger Bachthaler: Statt Thomas Rathgeber spielte Felix Nierichlo im Mittelfeld. Mehr Präsenz hatte sich der Trainer gewünscht. Ein Punkt, der ihn gegen Mannheim noch gestört hatte. Auch nach dem Spiel gegen die Balinger war er nicht hundertprozentig zufrieden, sagte er. „Wir haben in einzelnen Situationen nicht so ruhig gespielt, wie ich mir das vorstelle.“

Zudem beklagte er die vielen individuellen Fehler, die seinen Spielern unterliefen. Ein Fehlpass hier, eine missglückte Ballannahme da oder kleinere Unkonzentriertheiten in der Abwehr waren augenscheinlich. Dazu kam, dass sich der Aufsteiger Balingen wacker schlug, auch wenn die erste Halbzeit klar an die Ulmer ging.

Die erste dicke Chance hatten jedoch die Gäste. Stefan Vogler legte im Mittelfeld unbedrängt den Ball an drei Ulmern vorbei, seine scharfe Hereingabe in den Strafraum verlängerte Marc Pettenkofer an den Pfosten. Es war ein Weckruf für die Spatzen, denen klar zu werden schien, dass es kein lockerer Sommerkick werden sollte. Ulm erhöhte den Druck.

Ardian Morina war es, der den Ball erstmals gefährlich aufs Balinger Tor brachte. In der 21. Minute verfehlte dessen Schuss sein Ziel nur knapp. Fünf Minuten später machte er es besser. Eine Ecke von Luigi Campagna versenkte er per Kopf zur 1:0-Führung. Er hatte sich von seinem Verteidiger gelöst und war völlig frei in den Fünfmeterraum eingelaufen.

In der Folge nahm der Druck der Ulmer merklich ab – bei den Temperaturen kein Wunder. Lange Bälle wurden zum Mittel der Wahl, was die Balinger mit einer teils hoch stehenden Abwehr aber auch zuließen. So ließ sich das 2:0 erklären. Mit einem Dribbling ließ Kienle die Abwehr in der 37. Minute aussteigen und lief ihr davon. Zwar parierte Torwart Julian Hauser Kienles Schuss, den Abpraller verwertete aber Zugang Nico Gutjahr zu seinem ersten Saisontor.

Nach der Pause zog das Spiel wieder an. Vitalij Lux bugsierte den Ball in der 52. Minute gefährlich aufs Balinger Tor, Hauser wehrte aber ab. Der Gelegenheit war eine gute Chance der TSG vorausgegangen. Von ihr kam dann aber nicht mehr viel. Auch Ulm schaltete ein paar Gänge zurück. Gute Chancen gab es noch durch Morina (59.) und für Patrick Lauble auf Seiten der Balinger (83.). Gegen Ende war den Spielern die Belastung durch die Hitze deutlich anzumerken. Der letzte Höhepunkt gehörte Holger Bachthaler, der kurz vor Schluss wegen zu lauten Reklamierens vom Schiedsrichter in den Spielertunnel geschickt wurde.

Trainerstimmen:

Holger Bachthaler, Ulmer Trainer: „Wir haben bei nicht einfachen Bedingungen über 90 Minuten einen hohen Aufwand betrieben und vor allem in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt und den Gegner bis auf ein, zwei Aktionen gut im Griff gehabt. Trotzdem bin ich nicht hundertprozentig zufrieden. Leider haben wir es nicht auch in der zweiten Halbzeit geschafft, die Spielkontrolle zu übernehmen. Bei eigenem Ballbesitz waren wir zu unruhig. Wir müssen mit den drei Punkten zufrieden sein.“

Ralf Volkwein, Trainer von Balingen: „Spieltechnisch brauchen wir nicht über das Ergebnis zu sprechen. Ulm spielt in einer anderen Kategorie und war uns in Halbzeit eins komplett überlegen. Ulm hatte in der ersten Hälfte drei klare Chancen und hat zwei Tore gemacht. Das war der Unterschied.“

SSV Ulm 1846 – TSG Balingen 2:0 (2:0). Ulm: Ortag - Reichert, Krebs (71. Kammerbauer), Stoll, Schindele - Campagna, Nierichlo, Morina (85. Rathgeber), Gutjahr - Lux, Kienle (69. Beck).

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